Die Möglichkeit neuer Flüge nach Oristano hat die Debatte um den Flughafen Fenosu neu entfacht. Berichte über Gespräche von Airidea bezüglich möglicher Flugrouten zwischen Genua, Oristano und Olbia haben den Flughafen wieder in den Fokus der Politik gerückt, obwohl ein entscheidendes Problem weiterhin besteht: Fenosu fehlt nach wie vor die notwendige Betriebsgenehmigung.

Die Reaktionen sind gemischt. Salvatore Cau (Orizzonte Comune) aus der regionalen Mehrheitsmeinung ist vorsichtig und mahnt, keine falschen Illusionen zu schüren, indem man die Gefahr einer „Kathedrale in der Wüste“ fürchtet. Er zeigt sich jedoch offen für die Flugschule und mögliche alternative Berufsfelder, wie beispielsweise Frachtflüge.

Antonio Solinas (Demokratische Partei) ist noch skeptischer und bezeichnet die Nachricht als „haltlos“. Er betont die Notwendigkeit, zunächst „grundlegende Schritte“ durchzuführen, angefangen mit dem Eingeständnis der Niederlage. Der Stadtrat der Demokratischen Partei erinnert zudem an frühere Entscheidungen und den Vertrauensverlust in die Managementgesellschaft nach dem Verkauf der Aktien.

Emanuele Cera (Franzosen Italiens) von der Opposition lehnt den Vorschlag nicht ab, hebt aber seine Grenzen hervor: Ohne „ausreichende Investitionen in die Infrastruktur“ sei die Revitalisierung unmöglich. Cera weist zudem auf einen eklatanten Widerspruch hin: Fenosu ist im regionalen Verkehrsplan weder als Verkehrsknotenpunkt noch als geplante Infrastruktur aufgeführt (ein Dokument, das demnächst im Ausschuss erwartet wird, wo die Mehrheit angekündigt hat, Änderungsanträge einzubringen).

Forza Italia vertritt die gegenteilige Position. Alfonso Marras bezeichnet den Flughafen als „strategische Ressource“ für die Region, die für Mobilität, wirtschaftliche Entwicklung und Notfälle von entscheidender Bedeutung sei, und begrüßt jede Initiative, die zu seiner Wiedereröffnung führen könnte.

Die Gewerkschaft CISL äußert sich durch ihren Provinzsekretär Alessandro Perdisci vorsichtiger. Sie erkennt zwar Fenosus Potenzial an, äußert aber „Zweifel am richtigen Zeitpunkt und an der tatsächlichen Fähigkeit, diese Chance zu nutzen“.

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