Während die Debatte um das Abodi-Dekret andauert und die Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Tradition weitergeht, befindet sich die Sartiglia in einer der heikelsten Phasen ihrer Vorbereitung. Die organisatorischen Abläufe laufen unvermindert weiter und werden sogar noch intensiviert.

Heute Morgen begannen die medizinischen Untersuchungen der Pferde, die am Turnier teilnehmen: 114 Tiere durchliefen die in den Tagen vor der Veranstaltung geplanten Vorauswahltests. Diesmal fand die Untersuchung nicht in Cort'e Baccas statt: Aufgrund schlechten Wetters mussten die Untersuchungen in die Ställe von Daniele Mattu, Componidori der Bauerngilde, verlegt werden, die für einen Vormittag in ein vollwertiges medizinisches Zentrum umgewandelt wurden.

Die Pferde wurden einzeln von der Veterinärkommission der Sartiglia-Institution unter der Leitung von Präsidentin Elisabetta Sechi untersucht. Das Protokoll ist streng und lässt keinen Spielraum für Ermessen: Überprüfung von Mikrochip und Dokumenten, klinische Untersuchung und abschließend eine Herzuntersuchung.

Diese Tests sind unerlässlich, um das körperliche und seelische Wohlbefinden der Tiere zu beurteilen, ihre Gesundheit zu gewährleisten und das Risiko von Zoonosen, also der Übertragung von Krankheiten von Pferd zu Pferd oder auf Menschen, zu verhindern. Die Richtlinien sind eindeutig und lassen keine Ausnahmen zu: Tiere, die diese Vorkriterien nicht erfüllen, werden ersetzt.
Die letzte Kontrollrunde ist für Freitag geplant, während die Aufmerksamkeit bereits auf das nächste Ereignis auf dem Weg zum Karussell gerichtet ist: das eindrucksvolle Ritual der Übergabe der gesegneten Kerzen, das für Montag angesetzt ist.

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