Die Geburtsstation von Cagliari wurde innerhalb eines Tages geschlossen und wieder geöffnet: „Todde sollte das Gesundheitswesen denen überlassen, die die nötigen Fähigkeiten besitzen.“
Die Abteilung Santissima Trinità war aufgrund eines Mangels an Kinderärzten geschlossen und wurde nach einer Dringlichkeitssitzung wiedereröffnet. Cugliara (FIALS): „Das ist ein langjähriges Problem. Warum wurde nicht früher gehandelt? Völlige Planungslosigkeit.“Der Geburtspunkt der Heiligen Dreifaltigkeit
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„Was in der Geburtsstation des Santissima Trinità geschah, ist ein weiteres Beispiel dafür, wie das Gesundheitssystem erst reagiert, wenn die Krise bereits ausgebrochen ist, anstatt durch Planung und Prävention zu handeln.“ Paolo Cugliara, Provinzsekretär der Cagliari-Niederlassung des italienischen Krankenhausverbands FIALS, beschreibt die Situation in der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie des Santissima Trinità klar: Die Abteilung war morgens aufgrund eines Mangels an Kinderärzten geschlossen und konnte abends nach einer Dringlichkeitssitzung wieder öffnen, in der ein Netzwerk von Fachärzten gebildet wurde, die sich freiwillig für die Schichten meldeten.
„Der Mangel an Kinderärzten ist nicht erst gestern entstanden. Mehrere Fachkräfte haben den Dienst verlassen, und die Schwierigkeiten waren bekannt. Trotzdem wurden Neuaufnahmen ausgesetzt, nur um dann mit Notlösungen und anderswo hinzugezogenen Spezialisten behoben zu werden. Die Frage ist einfach“, sagt Cugliara, „warum wurde das, was wir heute tun können, nicht schon früher getan?“
Notfall? Und wenn, wie in der Presse berichtet, die Anstellung von Kinderärzten etwa 100 € pro Stunde kostet, stellt sich natürlich die Frage: Wie viel hätte es gekostet, diejenigen zu halten und weiterzuentwickeln, die bereits zuvor bei Santissima Trinità tätig waren?
Und wer bleibt übrig? Der Gewerkschaftsvertreter denkt an sie: „Werden sie die gleiche Anerkennung erhalten? Und was sollen die anderen sardischen Ärzte erwarten, die seit Jahren inmitten von Personalmangel unverzichtbare Dienste leisten?“, fragt Cugliara.
Das Problem sind nicht die Kinderärzte, die heute zur Rettung des Dienstes aufgerufen wurden. „Das Problem ist eine Personalpolitik, die erst dann eingreift, wenn Fachkräfte bereits gegangen sind. Deshalb muss die Regionalpräsidentin ihre politische Verantwortung vollumfänglich wahrnehmen. Wenn sie die Dynamik des Gesundheitswesens nicht versteht, sollte sie die institutionelle Demut besitzen, die Leitung denen zu überlassen, die über die nötigen Fähigkeiten, Erfahrungen und Kenntnisse verfügen. Das Gesundheitswesen lässt sich nicht durch Bekanntmachungen steuern und kann auch nicht durch Notfälle verwaltet werden.“
Enrico Fresu
