Die von der Regierung Todde abgesetzten Generaldirektoren der lokalen Gesundheitsbehörden (ASLs) haben bei Sergio Mattarella Berufung eingelegt: Sechs von ihnen haben beim Präsidenten der Republik einen außerordentlichen Einspruch gegen das im September 2025 angekündigte „Auswahlverfahren zur Auswahl geeigneter Kandidaten für die Besetzung“ der Stellen von Gesundheitsamtsleitern erhoben. Aus diesem Verfahren wurden die Listen gezogen, aus denen die Namen für die verbleibenden Stellen in den lokalen Gesundheitsbehörden von Cagliari, Sassari und Gallura stammen sollen. Während Präsident Todde noch mit der Demokratischen Partei über die Besetzung der noch offenen Stellen verhandelt, bahnt sich somit ein neuer Rechtsstreit an. Zu den angesehensten Fachkräften zählen Joseph Polimeni, Thomas Schael und Paolo Zappalà. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass ein neu ernannter Generaldirektor versetzt wird, um Platz für die übergangenen Kandidaten zu schaffen.

Die neue Konfliktfront wird von Marcello Tidore, Marcello Acciaro, Giuliana Campus, Giorgio Carboni, Agnese Foddis und Simonetta Cinzia Bettellini eröffnet. Bis zum vergangenen Frühjahr, als die Kommissare ernannt wurden, waren sie Leiter der lokalen Gesundheitsbehörden von Cagliari, Gallura, Sulcis, Medio Campidano, Brotzu und Areus. Über ihre Anwältin Matilde Mura haben sie die Ausschreibung zur Wahl ihrer Nachfolger angefochten. Sie argumentieren kurz gesagt: Die Ernennung eines Kommissars sei von Anfang an rechtswidrig gewesen und vom Verfassungsgericht für ungültig erklärt worden, da sie nicht mit einer notwendigen Reform des Gesundheitssystems in Verbindung stehe. Daher seien alle Rechtsgrundlagen der neuen Auswahl hinfällig. Die Beschwerde wurde dem Präsidenten der Republik vorgelegt, und der Staatsrat wird in der Sache entscheiden.

Eine weitere Front bleibt offen, während Villa Devoto und der Regionalrat auf das Ergebnis einer weiteren Berufung warten. Diese wurde von Flavio Sensi beim Regionalen Verwaltungsgericht eingereicht und focht ebenfalls die Ernennung eines Kommissars an. Der ehemalige Leiter der lokalen Gesundheitsbehörde von Sassari war der Einzige, der fristgerecht reagierte. Die Anhörung fand gestern statt, und das Urteil des Verwaltungsgerichts wird in Kürze erwartet.

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