Fünfzehn Prozent der Insel. Schlimmer noch: ein Gebiet so groß wie die Gallura, übersät mit Solarparks und bis zu 200 Meter hohen Windkraftanlagen. Küsten mit atemberaubenden Panoramablicken, unweit der paradiesischen Costa Smeralda, Villasimius oder Baunei. Das Energiedekret – das nach der Zustimmung des Senats bis morgen von der Abgeordnetenkammer verabschiedet werden soll – könnte Sardinien den Todesstoß versetzen. Und die Insel läuft Gefahr, von Windkraftanlagen und Photovoltaik-Agraranlagen überrannt zu werden, ungeachtet des in Cagliari nach römischen Vorgaben erstellten Plans.

Die Daten

Wie das Ständige Präsidium des sardischen Volkes hervorhebt, zeigt eine sorgfältige Analyse des Dekrets 175 und seiner Querverweise auf andere darin enthaltene Bestimmungen, dass 370.000 Hektar sardischen Territoriums unmittelbar für den Bau von Wind- und Photovoltaikanlagen geeignet sind: 50.000 Hektar davon liegen vor der Küste, in den Hoheitsgewässern nahe der Häfen. Diese Zahl berücksichtigt nicht das Gebiet jenseits der 12-Meilen-Zone, wo theoretisch jegliche Eingriffe zulässig sind. Somit könnten allein an Land rund 320.000 Hektar Land im Namen einer Energiewende geopfert werden, die ebenso gravierend ist wie andere bekannte Formen der Umweltverschmutzung.

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