Bruder Davide, 29, wird Priester „in den Fußstapfen des heiligen Ignatius von Laconi“
Die feierliche Zeremonie wurde von Erzbischof Monsignore Roberto Carboni geleitet.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Seine Freundschaft mit den Ordensbrüdern und seine Liebe zum heiligen Ignatius waren der Auslöser. Es war der Beginn einer Berufung zu Gott, die später Gewissheit wurde. Davide Corongiu, 29, ist erst seit zwei Tagen Priester – heutzutage angesichts des Rückgangs der Priesterberufungen ein seltenes Ereignis. Die Weihe fand in der Pfarrkirche von Laconi durch Erzbischof Roberto Carboni im Beisein von Verwandten, Freunden und Mitbürgern statt.
Der Anruf
In der Stadt, in der Davide aufwuchs, bevor er ins Kapuzinerkloster auf Korsika eintrat, wurde ein großes Fest gefeiert. Gestern jedoch löste seine erste Messe in Laconi eine Flut von Emotionen aus. Sein Ziel steht bereits fest: Er wird Kaplan in der Pfarrei Sant'Ignazio da Laconi in Olbia.
„Es gab keinen bestimmten Moment, in dem ich diesen Weg wählte“, erzählt der junge Ordensbruder. „Es war vielmehr eine Reise voller Begegnungen, Erfahrungen und Menschen, die der Herr mir in den Weg stellte. Besonders das Zeugnis der Brüder, die im Laufe der Jahre in der Laconi-Bruderschaft einander folgten, vermittelte mir die Schönheit des Evangeliums, die sich in der Einfachheit des Alltags widerspiegelt. Ich verstand nicht alles sofort: Es war ein wahrer Weg der Unterscheidung. Deshalb teilte ich meine Erfahrungen mit meinen Freunden und dem damaligen Pfarrer von Laconi.“ Der heilige Ignatius half ihm, das in ihm wiederzuerwecken, was in ihm schlummerte: „Im Laufe der Jahre haben mich viele spirituelle Gestalten und Heilige begleitet. Besonders der heilige Ignatius von Laconi, auch weil er mein Landsmann ist. Seine Gestalt hat mich immer fasziniert: ein einfacher und demütiger Bruder, nah am Volk und fähig, jeden willkommen zu heißen, der mit seinem Leben Zeugnis von der Schönheit des Evangeliums ablegte.“
Die Ordination
Der junge Priester wird den Moment der Handauflegung nie vergessen: „Es war eine sehr intensive und tiefgreifende Erfahrung, voller Emotionen.“ Davide möchte ein Vorbild für junge Menschen sein, die sich heute der Kirche zuwenden wollen: „Einem jungen Menschen, der den Ruf vernimmt, aber Angst hat, ihm zu folgen, möchte ich sagen: Hab keine Angst zuzuhören. Gott spricht durch Menschen, Begegnungen und alltägliche Situationen. Vor allem sind wir aufgerufen, innezuhalten, still zu sein und zuzuhören. Und heute ist vielleicht gerade die Stille selbst eine der schwierigsten Erfahrungen.“
