Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Telefonnummern und Geldflüsse, um die Verantwortlichen für den Betrug gegen den Pfarrer von Serdiana, Don Mario Cugusi, zu identifizieren.

Letzte Woche wurde der Priester telefonisch von einem falschen Polizisten kontaktiert, der verdächtige Aktivitäten auf seinem Bankkonto und dem der Pfarrei San Salvatore in der Filiale Serdiana meldete.

„Es war ein gut geplanter Betrug, der auf der Darstellung unmittelbarer Gefahr basierte“, sagt Don Mario. „Der falsche Polizist erzählte mir von einer verdächtigen Überweisungsanfrage über 9.800 € und forderte mich auf, meinen Computer zur Überprüfung einzuschalten. Ich meldete mich mit meinen Zugangsdaten an und sah tatsächlich eine Überweisungsanfrage mit Anweisungen, diese zu stornieren. Ich vertraute ihm und folgte seinem Rat, das Geld auf ein sicheres Konto zu überweisen.“

Mit zwei Sofortüberweisungen über 49.000 € und 20.000 € überwies der Priester das Geld auf ein vermutlich ausländisches Konto. Eine weitere Überweisung, die Don Mario Cugusi von seinem Privatkonto aus tätigen wollte, schlug jedoch fehl. „Glücklicherweise wurde die Transaktion von einem Bankangestellten blockiert, der mich vor einer möglichen Sofortüberweisung warnte. Ich rief den falschen Polizisten zurück, der darauf bestand, dass ich die Transaktion durchführe. Daraufhin ging ich zur Polizeiwache, wo mich eine böse Überraschung erwartete.“

Die Postpolizei ermittelt derzeit in dem Fall. Es dürfte jedoch äußerst schwierig sein, die überwiesenen 69.000 € zurückzuerhalten, da sie höchstwahrscheinlich auf schwer nachzuverfolgende ausländische Konten geflossen sind.

„Es handelte sich um die zweite Tranche der regionalen Fördermittel für die Sanierung von Gotteshäusern“, erklärt Don Mario. „Das Geld muss innerhalb von zehn Tagen von den beauftragten Firmen eingezogen werden. Wenn wir die Frist nicht einhalten, besteht nun die Gefahr, dass wir das Geld zusammen mit weiteren 60.000 € aus der ersten Tranche an die Region zurückzahlen müssen.“ Die Gemeindemitglieder wurden über die Situation informiert: „Ich habe meine engsten Freunde um einen Kredit gebeten, und sie haben bereits geantwortet. Einige Firmen in Serdiana haben ihre Unterstützung angeboten. Ich hoffe, wir können die Schulden bei den Firmen zurückzahlen. Ich vertraue auf das Wohlwollen aller.“

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