Arzachena, ein Geschenk der Verfassung an 18-Jährige und ein Streit um Rechte im Stadtrat.
Stadträtin Fresi: „Es besteht eine Diskrepanz zwischen dem, was verkündet wird, und dem, was praktiziert wird.“ Kontroverse um einen angeblich abstreitbaren Eingriff in die Stadtratssitzung.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Zum vierten Mal in Folge wird in Arzachena der 18. Geburtstag junger Erwachsener mit einer besonderen Geste gefeiert: der italienischen Verfassung. Über hundert junge Frauen und Männer, die ihren 18. Geburtstag gefeiert haben, finden ein personalisiertes Exemplar der Verfassung unter ihrem Weihnachtsbaum. Dieses Geschenk wurde von der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Roberto Ragnedda und Stadtratspräsident Mario Russu überreicht. Die mittlerweile etablierte Initiative unterstreicht den Übergang ins Erwachsenenalter und die Bedeutung der Gründungsprinzipien der Republik. Die Botschaft an die jungen Menschen lautet, dass die Verfassung sie daran erinnert, dass Rechte mit Pflichten einhergehen und dass informierte Teilhabe die Grundlage des demokratischen Lebens bildet.
Die Würdigung wurde durch den Beitrag von Senator Lucio Malan noch bedeutsamer, der den frischgebackenen Achtzehnjährigen eine persönliche Botschaft widmete. Oppositionsstadtrat Fabio Fresi erntete jedoch politische Kritik an der Initiative und verwies auf seine Erfahrungen während der letzten Stadtratssitzung. Fresi bezog sich auf „das Verhalten von Premierminister Mario Russu, der meine persönliche Stellungnahme verweigerte, obwohl diese laut Satzung, Gesetz und Verordnung erforderlich war. Es ist unübersehbar, dass hier ein eklatanter Widerspruch besteht“, schrieb Fresi. „Derselbe Präsident, der den Achtzehnjährigen kürzlich die Verfassung schenkte und damit Rechte und Freiheiten feiert, missachtet diese Prinzipien nun im Parlament, indem er abweichende Meinungen unterdrückt. Dies ist die Kluft zwischen dem, was verkündet wird, und dem, was praktiziert wird. Das sind keine bloßen Versehen“, fügte er hinzu. „Es ist eine systematische Strategie, Debatten zu ersticken, das Wort zu verweigern und Kreuzverhöre zu vermeiden.“ Dieser Gegensatz verdeutlicht laut dem Oppositionsstadtrat die Notwendigkeit, die hochgehaltenen Prinzipien mit der täglichen institutionellen Praxis in Einklang zu bringen.
