"Weit weg vom Zentrum": Der neue Dokumentarfilm von Regisseur Roberto Pili
Eine kraftvolle, intime und musikalische Reise in das Leben von Richard Di Via, Wahl-Sardiner, alias DJ Sputo.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Ein Künstler, der sich bewusst für ein Leben und Schaffen abseits der etablierten Pfade entschieden hat und seine Distanz zum „Zentrum“ in eine authentische und unabhängige Vision verwandelt. Diese musikalische Reise gegen den Strom erzählt der neue Dokumentarfilm des sardischen Regisseurs Roberto Pili : eine kraftvolle, intime und zutiefst musikalische Reise in das Leben von Richard Di Via, alias DJ Sputo.
Der Wahlsarder DJ Sputo, der 1998 mit gerade einmal fünfzehn Jahren aus Trapani auf die Insel kam , hat seine geografische Distanz zu einer künstlerischen Entscheidung gemacht, seine Abgeschiedenheit vom „Zentrum“ zu einem permanenten kreativen Labor. Der Film zeichnet seine persönliche und musikalische Reise nach, von abgenutzten Schallplatten über Bühnenauftritte und radikale Experimente bis hin zu unverblümten Bekenntnissen. Er porträtiert einen unkonventionellen Künstler, der Generationen und Sprachen überwindet, ohne sich jemals selbst zu verleugnen.
Der Film stammt von Roberto Pili , der nach seinen preisgekrönten Dokumentarfilmen „Profondo Nero“ und „Lucy – A Pioneer’s Destiny“ den Zuschauer mit einem romantischen und zugleich tiefgründigen Blick führt, der zwischen erzählerischer Zartheit und expressiver Intensität wechselt. Die einfühlsame Produktion von Francesco Pili trägt ein Projekt, das nicht nur als biografische Erzählung, sondern auch als universelle Reflexion über Durchhaltevermögen, Identität und die heilende Kraft der Musik angelegt ist.
Anhand von Archivmaterialien, Performances und persönlichen Berichten entsteht das Porträt eines Künstlers, der seine Leidenschaft für Hip-Hop zu einem Weg der Selbstfindung und Identitätsbildung machte . In einem Umfeld wie Sardinien, wo die Möglichkeiten begrenzt scheinen, wird Musik zum Instrument der Selbstbestätigung, der Gemeinschaft und der Vision. Die Anwesenheit namhafter Gäste der nationalen Hip-Hop-Szene bereichert die Erzählung, verknüpft lokale und nationale Dimensionen und vermittelt das Gefühl einer Kultur, die verschiedene Regionen unter dem gleichen Beat vereint. Zu den nationalen Gästen zählen ESA von OTR und Tormento von Sottotono, historische Figuren, die die Entwicklung des italienischen Rap maßgeblich geprägt haben. Sardinien wird von Riky – Riccardo Giacomini – vertreten, einer prägenden Stimme der zeitgenössischen Inselszene, der dazu beiträgt, den Dialog zwischen lokaler Identität und nationaler Kultur zu stärken.
(Unioneonline)
