Alessandra Todde wurde zwar nicht entlassen , doch die politische und institutionelle Tatsache bleibt bestehen: Sie wurde für schwere Verstöße gegen die Transparenzregeln im Wahlkampfmanagement verantwortlich gemacht und zu einer Geldstrafe von 40.000 Euro verurteilt. Dies zeugt nicht gerade von Integrität, sondern vielmehr von einem Verhalten, das gegen die Regeln zum Schutz demokratischer Transparenz verstieß.

Zurück zum Urteil, das die Entlassung der Gouverneurin aufhob, lenkt der Forza-Italia-Abgeordnete Ugo Cappellacci die Aufmerksamkeit auf einen anderen Aspekt: „Doch die Situation ist nun eine andere. Wenn sie für die begangenen Regelverstöße mit einer Geldstrafe davonkommt, zahlen die Sarden bereits jeden Tag den Preis für die Gräueltaten in der sardischen Regierung – und zwar am eigenen Leib. Deshalb wäre es an der Zeit, dass die Präsidentin endlich aus ihrer Propagandakabinett tritt und sich der Verantwortung stellt.“

Laut dem ehemaligen Regionalpräsidenten reicht es nicht, politisch zu überleben: Man muss seine Fähigkeiten unter Beweis stellen. Und bisher ist die Kluft zwischen den vollmundigen Ankündigungen und den enttäuschenden Ergebnissen leider für alle sichtbar, fügte er hinzu. Die Regierenden könnten sich nicht immer mit einer selbstgerechten Darstellung herausreden. Transparenz sei keine bürokratische Angelegenheit, genauso wenig wie Regieren eine reine Kommunikationsübung sei. Sardinien brauche Ernsthaftigkeit, Kompetenz und Entschlossenheit. Und vor allem eine Führung, die wirklich regiert und nicht nur an der Macht bleibt.

(Unioneonline/E.Fr.)

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