Tragischer Sprung in den Fluss: 4-jähriger Junge und sein Onkel, der ihn retten wollte, sterben.
Tragödie in Golfo Rivolta am Fluss Adda. Die Opfer sind indischer Herkunft.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Auf der Suche nach Abkühlung von der sengenden Hitze ertranken ein 47-jähriger Inder und sein vierjähriger Neffe im Fluss Adda. Der Onkel starb unmittelbar nach dem Sprung in den Fluss, um seinen Bruder und das Kind zu retten. Das Kind wurde in kritischem Zustand geborgen und mit einem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Papa Giovanni XXIII in Bergamo geflogen, erlag dort jedoch trotz Reanimationsversuchen vor Ort und während des Transports seinen Verletzungen.
Das Unglück ereignete sich gegen 12:30 Uhr in der Gegend um den Golf von Rivolta, an der Grenze zwischen Rivolta d'Adda und Truccazzano, in einer Lichtung am Fluss, wo die Uferseite von Crema der von Mailand zugewandt ist. Dieser Ort ist in den Sommermonaten sehr beliebt, birgt jedoch tückische Strömungen und ein unebenes Flussbett.
Laut der Rekonstruktion der Carabinieri war die gesamte Familie anwesend. Der Vater, ein 45-jähriger Einwohner von Rivolta d'Adda, ging als Erster ins Wasser. Kurz darauf folgte ihm sein kleiner Sohn, der fast sofort in große Not geriet. In diesem Moment sprang der Bruder des 45-Jährigen, ein Portugiese, der mit seiner Familie für ein paar Tage Urlaub in Italien war, ohne zu zögern in den Fluss. Er erreichte seinen Bruder und das Kind und ermöglichte ihnen die Rückkehr ans Ufer, doch die Strömung riss ihn mit und tötete ihn, vermutlich auch aufgrund der Erschütterung.
Als der Alarm ausgelöst wurde, trafen die Carabinieri aus Rivolta und der Kompanie Pioltello, die Feuerwehr mit den Tauchereinheiten aus Mailand, Krankenwagen, Rettungswagen und zwei Rettungshubschrauber aus Mailand bzw. Como am Einsatzort ein.
Die Rettungsmaßnahmen gestalteten sich von Anfang an schwierig: Das Unfallgebiet ist extrem unzugänglich und nur über einen langen Fußmarsch erreichbar. Die Leiche des 47-Jährigen wurde etwa 300 Meter flussabwärts von der Stelle, an der er verschwunden war, am Ufer, das in die Mailänder Metropole fällt, gefunden und geborgen. Für ihn konnte nichts mehr getan werden. Das Kind hingegen wurde in kritischem Zustand geborgen. Rettungssanitäter führten vor Ort und während des Rettungshubschraubertransports ins Krankenhaus umfangreiche Reanimationsmaßnahmen durch. Doch alle Versuche waren vergeblich: Gegen 14:30 Uhr stellten die Ärzte seinen Tod fest.
(Unioneonline)
