Der 15-Jährige, der beschuldigt wird, den 35-jährigen Malier Bakari Sako erstochen zu haben, gestand den Mord und sagte, es täte ihm „zutiefst leid“. Berichten zufolge behauptete der Junge während seiner spontanen Aussage vor der Untersuchungsrichterin Paola Morelli am Jugendgericht Taranto im Rahmen der Anhörung zur Bestätigung seiner Verhaftung, er habe aus Angst gehandelt, seine Freunde könnten angegriffen werden.

Die drei anderen festgenommenen Minderjährigen gaben ebenfalls spontane Aussagen ab, in denen sie angeblich erklärten, dass sie nicht bemerkt hätten, dass der 15-Jährige Bakari erstochen habe und dass sie auch nicht bemerkt hätten, dass er blutete.

Kurz vor dem Anschlag, am 9. Mai im Morgengrauen in der Altstadt von Tarent, war es auf dem Platz zu einem Streit mit dem späteren Opfer gekommen. Die drei Minderjährigen gaben vor dem Untersuchungsrichter an, Bakari gesehen zu haben, der sie mit seinem Handy filmte. Daraufhin seien sie auf ihn zugegangen, und es sei zu einer Schlägerei gekommen.

Einer der Minderjährigen gab angeblich an, Bakari geschubst zu haben, woraufhin dieser ihm ins Gesicht schlug. Anschließend verfolgten sie ihn bis zur Bar, wo der 15-Jährige ihn angeblich mit einem Messer verletzte. Bakari schaffte es noch in die Bar und brach dort zusammen. Einer der beteiligten Jugendlichen soll seinen Freunden gesagt haben, er täusche alles nur vor. Daraufhin brachten sie ihn nach draußen, schütteten ihm Wasser ins Gesicht und versuchten, seine Beine anzuheben. Doch sie konnten nichts mehr für Bakari tun.

(Unioneonline)

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