Im Hinblick auf die Verlängerung von 41 bis in Cospito mobilisieren sich Anarchisten.
Das Justizministerium plant offenbar eine Ausweitung des harten Gefängnisregimes; Aktivisten kündigen Proteste an.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Der Fall Alfredo Cospito droht, die Proteste der Anti-Establishment-Bewegung neu zu entfachen, die in den kommenden Stunden wieder auf die Straße gehen könnte. Dem Anarchisten, der im Hochsicherheitsgefängnis in Sassari inhaftiert ist, droht eine Verlängerung seiner Haftstrafe nach Artikel 41 bis um mindestens zwei weitere Jahre. Laut Quellen der Via Arenula plant das Justizministerium eine Verlängerung der harten Haftbedingungen.
Die erste Maßnahme gegen Cospito läuft laut Ministerialerlass vom 4. Mai 2022 aus, und genau um diesen Zeitpunkt soll die Haftzeit bis 2028 verlängert werden, nachdem nachgewiesen wurde, dass der Gefangene weiterhin Kontakte zu kriminellen oder terroristischen Organisationen pflegt. Gleichzeitig versammelten sich kürzlich etwa fünfzig Anarchisten im römischen Arbeiterviertel Pigneto zu einer öffentlichen Kundgebung mit dem unmissverständlichen Slogan: „Alfredo raus aus 41 bis“.
Angesichts eines massiven Polizeiaufgebots haben die Aktivisten ihre Mobilisierung wieder aufgenommen. Sie treffen sich morgen Nachmittag vor dem Justizministerium und marschieren am Samstag, dem 18. April, erneut in der Hauptstadt. Diese Ereignisse stehen bereits im Fokus des Innenministeriums, das in den letzten Tagen erstmals die im jüngsten Sicherheitsdekret der Regierung eingeführte „Präventivhaft“ bei Demonstrationen angewendet hat. Die Maßnahme wurde am 29. März gegen 91 Personen bei der Gedenkfeier in Rom für die Anarchisten Sara Ardizzone und Alessandro Mercogliano eingesetzt, die beiden Aktivisten, die am 19. März bei einem Bombenanschlag auf einem Bauernhof im Parco degli Acquedotti ums Leben kamen.
Dieser jüngste Vorfall hatte das Innenministerium veranlasst, die Präventionsstrategie weiter zu verstärken. Nur wenige Tage zuvor hatte Minister Matteo Piantedosi auf das Risiko einer Eskalation des Konflikts aufgrund eines neu auftretenden Versuchs subversiver anarchistischer Gruppen hingewiesen und sich dabei auf den jüngsten deutlichen Anstieg kleinerer, aber schwerwiegender Angriffe auf Eisenbahnstrecken bezogen.
Die Alarmbereitschaft bleibt hoch, während die Mobilisierung der Opposition sich erneut auf die Inhaftierung von Cospito konzentriert, einem langjährigen Aktivisten der Informellen Anarchistischen Föderation, der seit Mai 2022 unter der Kontrolle des Regimes 41 bis steht. Zwischen Oktober desselben Jahres und April 2023 trat der aus den Abruzzen stammende Anarchist in einen langen Hungerstreik, um gegen diese Haftbedingungen zu protestieren. Er verbüßt derzeit Haftstrafen für den Angriff auf die Carabinieri-Ausbildungsstätte in Fossano (Cuneo) am 2. Juni 2006 und für die Erschießung des Ansaldo-Nucleare-Managers Roberto Adinolfi am 7. Mai 2012.
(Unioneonline)
