Die von der römischen Staatsanwaltschaft beauftragte Fliegende Einheit aus Genua setzt ihre Ermittlungen zum Tod von Professorin Monica Montefalcone und vier weiteren Tauchern bei einem Tauchgang auf den Malediven fort.

Die Ermittler werten derzeit die E-Mails aus, die der Professor mit Distav, dem Fachbereich Erd-, Umwelt- und Lebenswissenschaften, ausgetauscht hat. Sie vermuten, dass diese universitären E-Mails Details zu Montefalcones täglichen Aktivitäten und etwaige Genehmigungen für verschiedene wissenschaftliche Tätigkeiten enthalten könnten.

Neben den E-Mails wurde angeblich auch das „Missionsdokument“ mit den Forschungsadressen sichergestellt. Sollte die Untersuchung grünes Licht erhalten – was allerdings noch eine Hypothese ist –, könnten die Todesfälle der Ärztin und Kollegin Muriel Oddenino als Arbeitsunfall eingestuft werden. Die Universität Genua hat von Anfang an betont, dass „die Tauchaktivitäten in keiner Weise Teil der geplanten wissenschaftlichen Mission waren, sondern privat durchgeführt wurden.“

Die Aussagen von Professorin Elisabetta Rampone, der Leiterin des Fachbereichs, die von der Sonderkommission befragt wurde, könnten Aufschluss darüber geben, welche Maßnahmen die Universität genehmigt hat. Neben ihr befragen die Ermittler derzeit die übrigen 20 Personen, die sich an Bord der „Duke of York“, dem an der Malediven-Expedition beteiligten Schiff, befanden. In den kommenden Tagen könnten die Beamten sämtliche in Distav gelagerten Papier- und elektronischen Unterlagen sicherstellen.

(Unioneonline)

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