Sie versuchte, sich mit einem Beruhigungsmittel bewusstlos zu machen . Übermäßiger Mediendruck soll hinter den Handlungen von Manuela Bianchi, der Schwiegertochter von Pierina Paganelli, der Rentnerin, die 2023 in Rimini getötet wurde, stecken. Bianchi wurde wegen Überdosierung von Schlaftabletten ins Krankenhaus eingeliefert. Nach der Rettung durch Rettungskräfte wurde sie ins Krankenhaus von Rimini gebracht, wo ihr Magen ausgepumpt wurde. Ihr Leben ist nicht in Gefahr, dennoch wurde sie von den Ärzten in eine Spezialklinik verlegt.

Laut Rekonstruktion hatte die Frau zwei Packungen eines Benzodiazepin-haltigen Medikaments, eines Beruhigungsmittels, das gegen Angstzustände verschrieben wurde, eingenommen. Sie befand sich im Haus ihres Vaters in einer Wohnung in der Via del Ciclamino, unweit der Garage, in der sie am 3. Oktober 2023 die Leiche ihrer Schwiegermutter fand. Sie erklärte den Rettungssanitätern des Krankenhauses, in das sie mit einem Notfallcode (roter Code) eingeliefert worden war, ihr Handeln. Neben dem Rettungswagen 118 war auch eine Streife der Staatspolizei am Einsatzort.

Dem Bericht zufolge, in dem auch von Selbstverletzungen die Rede ist, konnte Manuela Bianchi die öffentliche Demütigung, der sie und, noch wichtiger, ihre Tochter ausgesetzt waren, nicht ertragen . Sie war die Hauptzeugin der Staatsanwaltschaft im Prozess gegen Louis Dassilva wegen des Mordes an Pierina Paganelli .

Am 9. Juni sprach das Schwurgericht Rimini Dassilva, mit dem Bianchi selbst eine Liebesbeziehung gehabt hatte, frei und entließ ihn. Manuela Bianchi, vertreten durch Rechtsanwältin Nunzia Barzan und Berater Davide Barzan, wurde ebenfalls wegen Beihilfe zu Dassilvas Tat angeklagt und gab später an, ihn am Morgen des Fundes von Pierina in der Garage getroffen zu haben. Dieser Umstand, so die Staatsanwaltschaft, lenkte den Verdacht auf Dassilva.

Gestern soll Manuela im Krankenhaus den Ärzten mitgeteilt haben, dass sie die Andeutungen gegen ihre Familie, die sich nach Prozessende verschärft hätten, nicht mehr ertragen könne . In einer Stellungnahme forderte die Kanzlei Barzan besseren Schutz. „Seit über 32 Monaten ist sie Zielscheibe von Medienrummel, persönlichen Angriffen und summarischen Urteilen. In den letzten Tagen hat sich diese Situation nochmals deutlich verschärft, mit verstärkten Medienangriffen, verbalen Übergriffen und sozialem Druck gegen unsere Mandantin.“

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