Der Agrotourismus boomt in Italien, wobei Sardinien maßgeblich zur Entwicklung dieses Sektors beiträgt.

Laut Istat (Daten von 2024) gibt es in Italien 26.360 Agrotourismusbetriebe (+0,9 % gegenüber 2023), wobei das Wachstum im Süden (+2,5 %) und insbesondere auf den Inseln (bis zu +6,1 %) höher ausfällt.

Laut dem italienischen Nationalen Statistikinstitut (Istat) wächst der wirtschaftliche Wert des Sektors weiter: um 3,3 % gegenüber 2023 auf insgesamt 1,93 Milliarden Euro. Der Agrotourismus umfasst laut Istat-Analyse 4,7 Millionen Betriebe (ein Plus von 4,3 % gegenüber 2023), wobei Ausländer mit 54,8 % die Mehrheit stellen.

Der Agrotourismus konzentriert sich auf lokale Gegebenheiten: 382 Gemeinden (7,6 % aller Gemeinden) beherbergen 42 % aller agrotouristischen Betriebe. Auch Betriebe, die Unterkünfte und Verkostungen anbieten, verzeichnen ein Wachstum von 4,3 % gegenüber 2023 (fast 10 % auf den Inseln).

Wie bereits erwähnt, weisen die Wachstumsraten bei der Anzahl der Agrotourismusbetriebe im Süden und insbesondere auf Sizilien (+8,9 %) und Sardinien (2,6 %) eine größere Dynamik auf.

Das Wachstum des Sektors wird maßgeblich durch den starken Anstieg des Tourismus insgesamt getragen. In diesem Zusammenhang ist der Trend in Süditalien generell positiv, variiert jedoch regional: Die Besucherzahlen steigen in Apulien (+6,4 %), den Abruzzen (+5,5 %) und Kampanien (+3,3 %), während in Molise (-7,8 %) und der Basilikata (-1,0 %) Rückgänge zu verzeichnen sind. Sardinien und Sizilien wachsen mit 9,9 % bzw. 5,5 %.

Der ausländische Tourismus spielt in Nordmittelitalien eine besonders bedeutende Rolle. Sein Anteil an den Gesamtbesuchern reicht von 58,1 % im Nordosten bis 57 % in Mittelitalien. Die höchsten Werte verzeichnen Venetien (70,5 %), Latium (67,2 %), die Lombardei (64,8 %) und das Trentino (62 %). In Süditalien dominieren hingegen italienische Touristen, trotz der allmählichen Erholung der ausländischen Nachfrage, insbesondere auf Sizilien und Sardinien, wo sie mittlerweile die Hälfte aller Besucher ausmachen.

(Unioneonline/lf)

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