Eine leuchtende Onyxsäule, benannt nach den Janas. Die Fakultät für Architektur, Design und Stadtplanung der Universität Sassari präsentierte auf dem Fuori Salone in Mailand eine Installation, die Designforschung, sardische Kultur und Materialexperimente miteinander verbindet.

Die Protagonisten des Projekts sind die Architekturstudenten Francesco Capula, Agostino Coccoi und ihre Kommilitonin Miriam Manca, Professorin Katia Gasparini und das Architekturbüro Marmi Regina aus Verona.

Die Installation entfaltet sich vertikal nach einer modularen Logik, die von Metaballs inspiriert ist – organischen Formen, die Tropfen der Anziehung und Kohäsion simulieren. So entsteht eine totemartige Säule, in der jedes Element, leicht um die Mittelachse gedreht, Variationen in Querschnitt und Profil erzeugt. Im Zentrum des Projekts steht der Dialog zwischen Licht und Material: Die Innenbeleuchtung hebt die Maserung, Transparenz und Farbtöne des Onyx hervor und verwandelt den Stein in eine aktive Oberfläche, die Licht streuen, abschirmen oder brechen kann. Dank ihrer flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten lässt sich Janas in eine Lampe, Säule, ein Sichtschutzelement, eine Wand oder eine Skulptur verwandeln.

Nach dem prestigeträchtigen Erfolg in der lombardischen Hauptstadt kehrt die Säule vom 29. bis 31. Mai anlässlich der Veranstaltung „Make Fair Sardinia“ nach Sardinien zurück, die im Archäologischen Museum von Olbia stattfinden soll: Hier wird aus logistischen Gründen eine teilweise 3D-Rekonstruktion gezeigt.

© Riproduzione riservata