Alessia Orro äußert ihren Frust nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den Europameisterschaften in den sozialen Medien: „Es läuft nicht immer alles so, wie man es sich vorgestellt hat.“
Die Zuspielerin aus Narbolia und die Finalniederlage gegen die Türkei: „Wenn man am Ende angelangt ist, will man immer Gold.“Alessia Orro und Julio Velasco (Ansa – EPA/RUNGROJ YONGRIT)
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„Es läuft nicht immer alles so, wie man es sich vorstellt, selbst wenn man jeden Tag auf ein Ziel hinarbeitet.“ Narbolias Zuspielerin Alessia Orro, eine Schlüsselfigur in Julio Velascos Europameisterschaftskampagne der Frauen, äußerte sich nach der Finalniederlage gegen die Türkei in Istanbul in den sozialen Medien. Es war ein enges Spiel, das im Tiebreak entschieden wurde. Die Heimmannschaft setzte sich schließlich mit 3:2 durch und sicherte sich den Kontinentaltitel.
Orro reflektiert sowohl die Enttäuschung über das verpasste Gold als auch die Erkenntnis des Wertes der Silbermedaille. „Und nun sind wir hier…“, schreibt er, „Ein langer, intensiver, ungewöhnlicher Sommer. Voller Veränderungen, Entbehrungen, schöner und schwieriger Momente… Denn die Dinge laufen nicht immer so, wie man es sich vorgestellt hat, selbst wenn man jeden Tag auf ein Ziel hinarbeitet. Und vielleicht lernt man gerade dadurch am meisten. Dieser Sommer hat mich daran erinnert, dass Zufriedenheit nicht nur das ist, was man sieht oder um den Hals trägt. Manchmal ist sie stiller, persönlicher, aber nicht weniger wichtig. Gestern haben wir dieses Abenteuer mit einer Silbermedaille abgeschlossen. Am Ende wünscht man sich natürlich immer Gold, aber man muss auch lernen, den Wert des Erreichten zu erkennen.“
Die Silbermedaille bei den Europameisterschaften beendet den Traum vom historischen Hattrick nach Olympiasiegen und WM-Titeln. Doch Orro fährt fort: „Ich trage die Mannschaft mit mir, die alles mit mir geteilt hat, auf und neben dem Platz, und die Unterstützung all derer, die uns bis zum Schluss begleitet haben. Denn letztendlich können wir nicht alles kontrollieren, was uns widerfährt, aber wir können entscheiden, wie wir damit umgehen und was wir aus jeder Erfahrung mitnehmen. Und vielleicht ist genau das die Bedeutung von Wachstum: immer wieder hohe Ansprüche an uns selbst zu stellen, ohne dabei zu vergessen, unsere Erfolge, unseren Weg und die Menschen, mit denen wir ihn geteilt haben, wertzuschätzen. Ein weiterer italienischer Sommer geht hier zu Ende. Mit einer Medaille, vielen Lektionen und dem noch größeren Wunsch, uns weiterzuentwickeln.“
(Unioneonline/D)
