Albtraumhafte Rechnungen: Jede sechste sardische Familie leidet unter Energiearmut, 240.000 Menschen sind davon betroffen.
Es werden nicht nur Annehmlichkeiten geopfert, sondern auch lebenswichtige Energiedienstleistungen. Die Ausgaben für Strom und Gas steigen ebenfalls und werden voraussichtlich im Jahr 2026 849 Millionen Euro erreichen.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Über 240.000 Sarden haben Schwierigkeiten, ihre Strom- und Gasrechnungen zu bezahlen. Dies geht aus einer Analyse von Anap Confartigianato Sardegna (Forschungsinstitut der Insel Sardinien) hervor, die Daten des italienischen Observatoriums für Energiearmut (OIPE) und des Statistischen Zentralamts (ISTAT) für das Jahr 2025 auswertete. Auf der Insel sind 114.000 Familien von Energiearmut betroffen, das entspricht 15,3 % der Gesamtbevölkerung. Sie haben daher große Schwierigkeiten, sich grundlegende Dienstleistungen wie Heizung und warmes Duschen im Winter, Kühlung im Sommer, ausreichendes Kochen und ausreichende Beleuchtung in allen Räumen zu leisten . Mit diesem hohen Prozentsatz liegt Sardinien im italienischen Vergleich an vierter Stelle hinsichtlich der Häufigkeit dieses Phänomens.
Laut der Studie hat sich die Situation in den letzten zwei Jahren deutlich verschlechtert , wie die Daten zeigen. Im Jahr 2024 lag der Anteil der Familien in Not bei 8,9 % aller Haushalte, heute sind es über 15 %. Mehr als 240.000 Menschen haben Schwierigkeiten, sich mit lebensnotwendigen Energiedienstleistungen zu versorgen. Es ist wichtig zu betonen, dass diese Familien nicht auf Komfort verzichten müssen, sondern auf die für ihren Alltag unerlässlichen Energiedienstleistungen.
„Wir sind sehr besorgt, denn die bevorstehende Hitzewelle, die besonders intensiv ausfallen soll, droht die Notlage älterer, gebrechlicher und hilfsbedürftiger Menschen sowie einkommensschwacher Familien zu verschärfen“, so Giovanni Antonio Mellino, Präsident von ANAP Confartigianato Sardegna. Der Verein betont, dass Energiearmut nicht nur Schwierigkeiten bei der Bezahlung von Rechnungen bedeutet, sondern auch die Unfähigkeit, die Wohnung ausreichend zu heizen, was direkte Folgen für Gesundheit und Lebensqualität hat.
Der anhaltende Anstieg der Energiekosten wirkt sich ebenfalls aus. Nach Gesamtausgaben von 726 Millionen Euro im Jahr 2024 müssen sardische Familien im Jahr 2025 mit deutlich höheren Ausgaben von 748 Millionen Euro rechnen. Doch damit nicht genug: Für 2026 wird ein Anstieg auf 849 Millionen Euro prognostiziert. Das entspricht einer Steigerung von bis zu 100 Millionen Euro innerhalb nur eines Jahres.
(Unioneonline/vf)
