Adieu, übergroße Blazer, die kurze Jacke ist der Star des Sommers 2026.
Klassische Tailor-Schnitte, Fliegerjacken, Bolerojacken oder Bomberjacken: Styles für jeden Geschmack. Inspiration und Kombinationsmöglichkeiten.(Handhaben)
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Die Saison der „Crop-Jacken“ steht vor der Tür: Kurze Jacken, die oft bis zur Taille reichen, werden im Frühjahr/Sommer 2026 die Oversize-Blazer vom Must-have-Pult verdrängen. Der Name leitet sich vom englischen „cropped“ ab, was so viel wie „abgeschnitten“ bedeutet und Kleidungsstücke bezeichnet, die im Vergleich zur traditionellen Silhouette verkürzt sind. Ein Beispiel dafür ist das Crop-Top, das den Bauch frei lässt – ein Kleidungsstück, das bei Teenagern sehr beliebt ist und dank Stilikonen wie Damiano David in letzter Zeit auch in der Herrenmode Einzug gehalten hat.
Die Damenmode wendet sich nun Jacken mit kürzeren Silhouetten zu, die den ästhetischen Standards der letzten Saisons nicht mehr entsprechen. Matthieu Blazy gelang der Durchbruch mit seiner ersten Anstellung als Kreativdirektor bei Chanel: Er belebte die klassische Tweedjacke neu und kürzte sie im Vergleich zu früheren Saisons und den Entwürfen seiner Vorgänger deutlich. Auf dem Pariser Laufsteg präsentierte Blazy den von Gründerin Gabrielle geliebten Stil: eine kastenförmige Silhouette, vier Taschen, einen Rundkragen und eine Reihe von Schmuckknöpfen. Die (erfolgreiche) Idee war, zu Mademoiselle Cocos elegantem und raffiniertem Stil zurückzukehren, mit verschiedenen Varianten des essentiellen Tweeds (mit unregelmäßiger Webart oder Stickerei, die an französisches Flair erinnern). Die Inspiration stammt aus dem Stil der 1920er-Jahre, den Gabrielle oft trug, und ist wiederum von der Garderobe des Mannes inspiriert, in den sie sich verliebte: Hugh Grosvenor, der zweite Herzog von Westminster. Seine mühelose Eleganz und seine englische Schneiderkunst inspirierten diese kurze, bequeme und praktische Jacke, die heute Kultstatus erreicht hat.
Für Sommer 2026 präsentiert sich die kurze Jacke in zahlreichen Neuinterpretationen: klassische Tailor-Schnitte, Fliegerjacken, Bolerojacken oder Bomberjacken, gefertigt aus Funktionsmaterialien oder sogar Leder und Wildleder. So endet sie beispielsweise beim Max-Mara-Modell knapp unterhalb der Brust und ist von Madame de Pompadour, der Königin des Rokoko, inspiriert. Ihr unkonventioneller Geist spiegelt sich in den ultrakurzen Jacken wider, die mit Bleistiftröcken oder Zigarettenhosen kombiniert werden. Ein schwarzes Band dient als elastischer Gürtel, betont die Taille und setzt den Bauch in Szene. Die zweite Kollektion von Givenchy, entworfen von Sarah Burton, ist derweil sehr sexy: Kurze Jacken in Cocoon-Silhouette mit spitzem Revers (Brusttasche und Satinfutter) oder im Bomberjacken-Stil mit Reißverschlüssen und elastischen Strickkragen und -bündchen.
Bei Fendi gibt es klassische Jacken mit Rundhalsausschnitt oder Zopfmuster wie Pullover (scheinbar schlicht, aber mit makelloser Verarbeitung). Kurz gesagt: Hier findet jeder seinen Stil. Doch wie kombiniert man eine kurze Jacke? Die Modemarken sind sich da einig: mit hochgeschnittenen Palazzohosen, Mom-Jeans oder einem Bleistiftrock – einem weiteren neuen Modetrend für die kommende warme Jahreszeit.
(Unioneonline/D)
