Wir sind eine Nation von Schlittenfahrern, wenn wir nur die Arme zum Himmel recken könnten für die Medaillen, die uns diese Olympischen Spiele bescheren. Zwei Gold- und zwei Bronzemedaillen, knapp hinter Deutschland, wo man notfalls sogar mit dem Bob zur Schule fährt.

Dieser faszinierende Sport hat drei Varianten – Rodeln, Skeleton und Bobfahren –, die sich hauptsächlich durch die Fußstellung unterscheiden: Beim Rodeln sind die Füße vorne, während beim Skeleton der Kopf durch die Luft schneidet und der Athlet bäuchlings liegt. Bobfahren ist dagegen ein Kinderspiel, da man sitzt.

Dann wäre da noch das Preis-Leistungs-Verhältnis: Die Piste „Monti“ in Cortina kostete 120 Millionen Euro, es gibt etwas mehr als zwanzig Wettkampfskifahrer, und die Zahl steigt auf fünfzig, wenn man die drei Disziplinen zusammenzählt.

Venetien dominiert, Sardinien kämpft. Der Bobsport – vom englischen Wort „bobsleigh“, was so viel wie „den Schlitten bewegen“ bedeutet – hat uns erobert, also sollten Fußball und Tennis auch hierherkommen.

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