Spanien ist zum zweiten Mal in seiner Geschichte Weltmeister. Sie dominierten das Finale gegen Argentinien, konnten sich aber erst in der Verlängerung durchsetzen. Ferran Torres löste in der 105. Minute mit einem fulminanten Schuss, der im Netz und unter der Latte einschlug, den Jubel aus .

Spanien spielte in der ersten Halbzeit deutlich besser , hatte Ballbesitz und Kontrolle. Das Spieltempo war gemächlich, was auch an der brütenden Hitze in New York lag. Die erste Chance des Spiels hatte Lamine Yamal bereits nach vier Minuten, doch sein Linksschuss aus dem Strafraum wurde von Dibu Martinez pariert. In der 39. Minute kam Spanien erneut zu einer Chance, als Oyarzabal nach einem guten Spielzug der spanischen Mannschaft vom Strafraumrand abzog, den argentinischen Torhüter aber nicht in Bedrängnis brachte. Argentinien war kaum zu sehen, Messi noch seltener.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte: Spanien griff an, Albiceleste verteidigte. Die Spanier versuchten, sich gegenseitig die Bälle zuzuspielen, und die Gefahr wuchs. In der 64. Minute versuchte Dani Olmo nach einem anhaltenden Angriff einen Schuss von der Strafraumgrenze. Martínez konnte den zentralen Schuss nicht festhalten, der Ball wurde pariert. Zwei Minuten später versuchte Ferrán Torres einen Kopfball nach Yamals Flanke von rechts, doch auch dieser Versuch wurde abgewehrt.

Das Spiel findet in einer Halbzeit statt, die Argentinien gehört. Spanien dominiert, kann aber keine Akzente setzen. In der 90. Minute wendet sich das Blatt: Argentinien kommt Simón gefährlich nahe, doch dann riskiert Nico Williams einen Schuss von außerhalb des Strafraums. Enzo Fernandez' hartes Einsteigen gegen Cubarsi führt zu einer zweiten Gelben und einer Roten Karte: Argentinien spielt nur noch zu zehnt. In der 94. Minute hämmert Martínez den Ball ins Kreuzeck und verhindert einen Freistoß von Yamal, wodurch das Spiel in die Verlängerung geht.

Die zweite Hälfte der Verlängerung beginnt mit dem 1:0-Führungstreffer. Ferrán Torres hämmert einen Abpraller ins Netz und löst damit landesweiten Jubel aus. Die Reds kommen kurz darauf dem Anschlusstreffer nahe, doch Nico Williams vergibt die Chance völlig unerklärlicherweise, indem er den Ball auf dem Flügel verliert.

Verschossenes Tor, Gegentor, nein. Das unerbittliche Gesetz des Tores drohte in der 119. Minute zuzuschlagen, als Argentinien mit einem fulminanten Angriff in letzter Sekunde zweimal dem Ausgleich sehr nahe kam. Doch wie schon 2010 jubelten diesmal nur die Spanier. Zum zweiten Mal in der Geschichte.

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