Trump zu Netanjahu: „Du bist verrückt, jeder hasst Israel. Ohne mich wärst du im Gefängnis.“ Und im Libanon wird ein Waffenstillstand vereinbart.
Ein hitziges Telefonat mit dem israelischen Premierminister über die Angriffe im Libanon, die die Verhandlungen mit Teheran faktisch zum Erliegen gebracht hatten.(Handhaben)
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Im Libanon wurde nach einem hitzigen Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu eine Waffenruhe erzielt .
„Ich habe heute mit Bibi Netanjahu gesprochen und ihn dringend gebeten, keinen Großangriff auf Beirut im Libanon zu starten. Er hat seine Truppen umgedreht. Danke, Bibi “, schrieb Trump auf Truth und behauptete, er habe auch mit Hisbollah-Führern gesprochen.
Und so können die Verhandlungen mit dem Iran, die gestern genau wegen der Angriffe im Libanon (einschließlich Teherans Drohung mit einer vollständigen Schließung von Hormuz und Bab el-Mandeb) abgebrochen wurden, wieder aufgenommen werden.
„Es gab eine kleine Schwierigkeit, aber ich habe sie schnell behoben. Ich habe mit der Hisbollah gesprochen und gesagt, dass nicht mehr geschossen werden soll. Ich habe mit Bibi gesprochen und gesagt, dass nicht mehr geschossen werden soll. Sie haben aufgehört, aufeinander zu schießen“, sagte Trump in einem Interview mit ABC und fügte hinzu, dass eine Einigung mit dem Iran innerhalb der nächsten Woche erzielt werden könnte.
Trumps Tonfall gegenüber seinem israelischen Verbündeten war daher versöhnlich, doch gestern lief es nicht ganz so, als der US-Präsident laut Axios den israelischen Ministerpräsidenten wegen der Eskalation im Libanon in einem mit Schimpfwörtern gespickten Telefonat scharf angriff und ihn als „verrückten Mann“ bezeichnete.
„Du bist total verrückt. Ohne mich wärst du im Gefängnis. Ich rette dir den Arsch. Jetzt hasst dich jeder. Alle hassen Israel deswegen“, soll Trump laut Axios unter Berufung auf eine Quelle zu Netanjahu gesagt haben. Eine andere Quelle berichtete, Trump sei „wütend“ gewesen und habe seinen israelischen Amtskollegen gefragt: „Was zum Teufel machst du da?“ Obwohl Trump Israels Recht auf Reaktion auf Hisbollah-Angriffe anerkannt hat, soll das Militär mit seinen aktuellen Aktionen im Libanon überreagiert und damit die Bemühungen um eine Verlängerung des Waffenstillstands mit dem Iran gefährdet haben. Das Abkommen ist nämlich an einen Waffenstillstand im Libanon geknüpft.
(Unioneonline)
