Kolonien auf dem Mars. Rechenzentren für künstliche Intelligenz im Orbit. SpaceX bereitet sich darauf vor, seine Weltraummissionen Tausenden von Investoren zugänglich zu machen, die sich am Unternehmen beteiligen möchten. Die Nachfrage nach den Aktien ist rekordverdächtig: Laut Bloomberg haben die Aufträge von Privatanlegern über 70 Milliarden US-Dollar erreicht, während sich bereits 1.000 institutionelle Anleger an dem beispiellosen Börsengang beteiligt haben.

Laut dem Wall Street Journal stammten die Aufträge allein von BlackRock im Wert von mindestens 5 Milliarden.

Der Börsengang von SpaceX hat nicht nur das Potenzial, Elon Musks Vermögen zu mehren, sondern macht auch 4.400 seiner Mitarbeiter zu Millionären. 400 von ihnen werden dank der ihnen als Vergütung zugeteilten Aktien über 100 Milliarden Dollar verdienen. Dies markiert einen neuen historischen Meilenstein für Musk und ist vor allem ein wertvolles Geburtstagsgeschenk. Am 28. Juni feiert der Tesla-Gründer seinen 55. Geburtstag und könnte dabei als erster Billionär der Geschichte Geschichte werden. Mit dem Börsengang will Musk 75 Milliarden Dollar einnehmen und sein Unternehmen SpaceX mit 1,77 Billionen Dollar bewerten. Die Spannung ist groß, während man auf die offizielle Freigabe zum Handel wartet. Einige Analysten mahnen jedoch zur Ruhe und verweisen darauf, wie viele andere Unternehmen mit großem Tamtam an der Wall Street gestartet sind, nur um in den folgenden Wochen die Hälfte ihres Wertes zu verlieren.

Musks Raumfahrtgigant, so wird auch darauf hingewiesen, hat in den letzten Jahren bereits eine Wertsteigerung von 2.000 % erlebt, die sich weiter beschleunigt. Trotz der Aufforderung, die Euphorie zu dämpfen, glauben Musks Anhänger fest an ihr Idol und an die Fähigkeiten des Unternehmens, das in den 20 Jahren abseits des Rampenlichts sein beispielloses Wachstumspotenzial unter Beweis gestellt hat. „ Musk ist ein Superstar, ob man es mag oder nicht. Alles, was er anfasst, funktioniert“, sagen die Fans des Milliardärs und erinnern an die Kassandras, die ihn bei der Gründung von Tesla kritisierten. Musk kämpfte und setzte sich letztendlich durch, revolutionierte die Automobilindustrie und zwang die Branchenriesen, auf Elektrofahrzeuge zu setzen. Nun durchlebt Tesla eine schwierigere Phase angesichts des wachsenden Wettbewerbs und eines Verkaufsboykotts infolge von Musks Rolle in der Trump-Administration. Der „Musk-Faktor“ ist auch für SpaceX von entscheidender Bedeutung. Das Unternehmen meldete für 2025 Verluste in Höhe von 4,9 Milliarden US-Dollar, doch Banken teilen potenziellen Investoren mit, dass es bis 2040 Umsätze von 3,4 Billionen US-Dollar erreichen könnte. Ein Traum, der für Musks Mitarbeiter in greifbarer Nähe ist.

(Unioneonline)

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