Krieg im Libanon: Italien an die UN: „Neue Regeln oder unsere Truppen raus.“
Minister Crosetto schreibt an den UN-Generalsekretär: Besorgnis über die anhaltenden Spannungen und Angriffe der Sassari-Brigade.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Auf der einen Seite Israel mit der israelischen Armee, auf der anderen die Hisbollah. Dazwischen die Soldaten der UN-Mission UNIFIL, die eigentlich den Frieden sichern sollen, sich aber mitten im Krieg befinden und Angriffen und Raketen ausgesetzt sind, die mehr oder weniger zufällig auf ihre Stützpunkte fallen. Unter ihnen befinden sich zahlreiche Angehörige der Sassari-Brigade, die von Shama aus den westlichen Sektor der Blauen Zone im Libanon befehligt.
Bis wann? Theoretisch bis Dezember. Doch die Mission könnte früher enden: Verteidigungsminister Guido Crosetto hat sich an UN-Generalsekretär António Gutiérres gewandt und um eine Änderung der Einsatzregeln für die Blauhelme gebeten. Die Alternative: Alle nach Hause.
Die Nachricht, die in den letzten Stunden durchgesickert war, wurde L'Unione Sarda von Quellen im Ministerium bestätigt. Der vollständige Text des Briefes wurde nicht veröffentlicht, doch die Kernaussage ist klar: Italienische Soldaten – wie auch die anderer Nationen, die an der gescheiterten Friedensmission beteiligt waren – dürfen nicht länger in einem Kriegsgebiet immer größeren Risiken ausgesetzt werden , wo ihnen nichts anderes übrig bleibt, als sich in Bunker zurückzuziehen und zu versuchen, das Schlimmste zu vermeiden.
Crosettos Brief wurde nach einem weiteren „Vorfall“ auf dem Stützpunkt Shama unter der Kontrolle der Dimonios versandt: Ein Gebäude wurde von einer Rakete getroffen, die vermutlich von der libanesischen schiitischen Hisbollah-Miliz abgefeuert wurde. Das Hauptquartier der italienischen Streitkräfte war nicht das Ziel, dennoch traf die Rakete. Es wurden keine Verletzten gemeldet, lediglich Sachschaden am Gebäude. Und dies ist kein Einzelfall.
Erst gestern fand eine militärische Trauerfeier für drei indonesische Soldaten statt, die an derselben „Friedensmission“ teilgenommen hatten. Crosetto schrieb, um zu verhindern, dass Särge mit der italienischen Flagge bedeckt würden. Und gemeinsam mit seinen Kollegen aus Spanien und Frankreich einigte er sich auf die Formulierung, die der UNO vorgelegt werden sollte.
