Jesse Jackson stirbt: Abschied vom Bürgerrechts-Pfarrer
Einer der engsten Mitarbeiter von Martin Luther King Jr. und ein Vorkämpfer für die Rechte der Afroamerikaner ist im Alter von 84 Jahren gestorben.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Jesse Jackson war eine charismatische Persönlichkeit, die sich stets für die Verteidigung der Bürgerrechte einsetzte – eine Tatsache, die angesichts seiner Herkunft aus dem segregierten Süden der USA keineswegs selbstverständlich war. Er starb im Alter von 84 Jahren, wie seine Familie mitteilte. Sie würdigten ihn als „einen Anführer, der der Gemeinschaft diente, nicht nur unserer Familie, sondern auch den Unterdrückten, den Stimmlosen und den Ausgegrenzten weltweit.“ Die Todesursache wurde nicht bekannt gegeben, obwohl Jackson selbst 2017 seine Parkinson-Erkrankung öffentlich gemacht hatte.
Schon in jungen Jahren setzte sich Jackson für die Rechte der Afroamerikaner ein, so sehr, dass er einer der engsten Mitarbeiter von Martin Luther King Jr. wurde und nach dessen Ermordung im Jahr 1968 dessen Nachfolger. Dieses Vermächtnis hielt fast 20 Jahre lang bis 1984 an, als er sich aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit anderen Mitarbeitern Kings von der Bewegung trennte und die National Rainbow Coalition gründete.
Diese Verbindung brachte ihm eine solche Popularität ein, dass sie ihn dazu bewog, zunächst 1984 und dann 1988 bei den Vorwahlen der Demokraten für das Weiße Haus zu kandidieren, mit einer Wahlkampagne, die in der Lage war, Millionen von afroamerikanischen und progressiven Wählern zu mobilisieren.
Er spielte auch eine Schlüsselrolle bei der Freilassung mehrerer US-amerikanischer Staatsbürger und anderer im Ausland, unter anderem in Syrien, Irak und Serbien, festgehaltener Personen. Im Juni 1984 reiste er auf Einladung Fidel Castros nach Kuba, um die Freilassung von 22 US-amerikanischen Staatsbürgern auszuhandeln.
(Unioneonline/ns)
