Der Krieg im Golf greift auf das Rote Meer über und nach Hormuz spitzt sich die Lage auch in der Straße von Bab al-Mandab zu.

Die Huthis im Jemen, Verbündete des Iran, griffen zwei saudische Öltanker an, und diese neue Front ließ die Ölpreise in die Höhe schnellen: Der Rohölpreis stieg zum ersten Mal seit Mai über 100 Dollar pro Barrel, was dazu führte, dass die Aktienmärkte im Minus schlossen.

Diese Szenarien haben den Zorn von US-Präsident Donald Trump entfacht, der sowohl Teheran als auch den Huthis mit „schweren militärischen Strafmaßnahmen“ drohte und erklärte, er sei bereit, „einen massiven Angriff zu starten, der größer sei als alle bisherigen“. „Von nun an“, fügte Trump hinzu, „werden alle Schäden an den Schiffen mit iranischen Geldern, die sich in den USA befinden, kompensiert.“ Teheran reagierte umgehend und bezeichnete dies als „explosiven Präzedenzfall“ mit der Drohung eigener Vergeltungsmaßnahmen.

Warum die Meerenge von Bab al-Mandab? Regionalen Analysten zufolge ist die Begründung für Teheran nahezu unausweichlich: Die Wirksamkeit der Hormuz-Blockade lässt nach, während ein wachsender Anteil der Exporte aus dem Golf bereits über die von Saudi-Arabien kontrollierte Ost-West-Pipeline ins Rote Meer umgeleitet wird. In diesem Kontext trifft die Bedrohung von Bab al-Mandab genau den Fluchtweg, den sich Riad geschaffen hat. Und sie zeigt Washington, dass der Iran trotz seiner Verluste weiterhin regionalen Einfluss besitzt.

(Unioneonline/lf)

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