Ein privater Fonds in Höhe von 300 Milliarden Dollar: Irans Wiederaufbauplan
Investitionen von Unternehmen mit Sitz in den USA und der Golfregion, aber auch in AsienPer restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Ein privater Fonds in Höhe von 300 Milliarden US-Dollar soll Investitionen im Iran ankurbeln. Dieser Fonds ist völlig unabhängig von der Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte im Ausland und verfolgt einen anderen Zweck und Zeitplan. Laut einer informierten Quelle, die Reuters die Funktionsweise des Fonds erläuterte, ist dieser Mechanismus im Rahmenabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik vorgesehen. Der Fonds, der erst nach Abschluss einer endgültigen und zufriedenstellenden Vereinbarung eingerichtet wird und seine Tätigkeit aufnimmt, wird ausschließlich aus Mitteln des Privatsektors gespeist, von denen die Hälfte bereits zugesagt ist. Der Iran hatte ursprünglich 400 Milliarden US-Dollar Entschädigung für Kriegsschäden von den Vereinigten Staaten gefordert, was Washington jedoch ablehnte.
So entstand die Idee für diesen Finanzmechanismus, der zwar den Namen „Fonds für Wiederaufbau und Entwicklung“ tragen wird, aber kein Reparationssystem darstellt und keine staatlichen Mittel oder Subventionen vorsieht. Alle Ressourcen stammen aus dem Privatsektor. Unternehmen mit Sitz in den USA, den Golfstaaten, Asien, Südamerika und Afrika haben bereits ihre Teilnahme zugesagt. Die Investitionen konzentrieren sich auf Energie, Logistik, Produktion und Transport. Aufgrund von US-amerikanischen und internationalen Sanktionen konnte der Iran in den letzten vier Jahrzehnten keine nennenswerten Direktinvestitionen anziehen und blieb vom Weltmarkt ausgeschlossen.
Neben seinen Öl- und Gasvorkommen verfügt das Land über eine junge und gut ausgebildete Bevölkerung von über 92 Millionen Menschen, eine diversifizierte Industriebasis und erhebliches ungenutztes Potenzial in Sektoren von Petrochemie und Bergbau bis hin zu Tourismus und Landwirtschaft. Die in den kommenden Tagen zu unterzeichnende Absichtserklärung sieht eine 60-tägige Frist vor, in der die Fondsverwalter gemeinsam mit der iranischen Seite und den Unternehmen die Projekte genauer planen und deren Umfang festlegen werden. Unklar ist jedoch, wer die Verwalter sein werden und wer die Investoren sind. Die Existenz eines solchen Mechanismus war bereits bekannt, aber es war unklar, wie hoch das Gesamtvolumen sein würde und ob die Mittel vollständig privat sein würden. US-Vizepräsident JD Vance äußerte sich in einem Interview mit CBS ebenfalls zu dem Fonds und betonte, dass Teheran nur dann Zugang zu den Mitteln erhalten werde, wenn es das Abkommen zur Demontage seines Atomprogramms, zur Vernichtung der Bestände an angereichertem Material und zur Akzeptanz eines strengen Inspektions- und Kontrollsystems einhalte.
(Unioneonline)
