Die USA und der Iran haben am Montagmorgen ihre erste Gesprächsrunde zur Beilegung des Nahostkonflikts abgeschlossen. Die Verhandlungen, die in der Schweiz stattfanden, werden voraussichtlich die ganze Woche andauern.

Hier eine Zusammenfassung der ersten Ankündigungen zum Ende des Treffens: Teheran und Washington einigten sich „auf einen Fahrplan, um innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung zu erzielen und damit die Grundlage für den sofortigen Beginn weiterer technischer Gespräche zu schaffen“, schrieben die pakistanischen und katarischen Vermittler.

Eine der zentralen Fragen wird das iranische Atomprogramm sein. In der bereits unterzeichneten Absichtserklärung verpflichtet sich der Iran, „weder Atomwaffen zu erwerben noch zu entwickeln“. Beide Seiten vereinbarten außerdem die Einrichtung einer „Kommunikationslinie, die die sichere Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus gewährleisten soll“, einer strategisch wichtigen Wasserstraße, durch die etwa 20 % der weltweiten Kohlenwasserstoffe transportiert werden. Der Iran hatte die Straße nach israelischen Angriffen im Libanon auf seinen Verbündeten, die Hisbollah, geschlossen. Laut der Absichtserklärung muss der Handelsverkehr innerhalb von dreißig Tagen nach der Minenräumung der Straße vollständig wiederhergestellt sein.

Die Libanon-Frage bleibt bestehen: Teheran fordert, dass das Waffenstillstandsabkommen auch für den Libanon gilt, doch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, die Armee werde sich nicht aus dem Süden des Landes zurückziehen. Der iranische Außenminister Abbas Araghtchi hingegen berichtete von „bedeutenden Fortschritten bei der Beendigung des Krieges im Libanon“.

Araghtchi verkündete außerdem, dass „die iranischen Öl- und Petrochemieexporte nicht länger beschränkt sind, die Blockade aufgehoben wurde, einige eingefrorene Vermögenswerte freigegeben wurden und ein umfassender Wiederaufbau- und Entwicklungsplan für den Iran gestartet wurde.“ Laut der Vereinbarung soll dieser Plan ein Volumen von „mindestens 300 Milliarden US-Dollar“ erreichen. Die Vereinigten Staaten, deren Delegation von Vizepräsident J.D. Vance geleitet wird, haben diese Ankündigungen nicht kommentiert.

(Unioneonline)

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