In den letzten drei Jahren gingen 425.000 Arbeitsplätze durch Ursachen verloren, die direkt oder indirekt mit KI zusammenhängen – 142.000 davon allein in Europa, wie die Website ailayoffs.live berichtet. Weltweit ist in den kommenden Jahren jeder vierte Arbeitsplatz gefährdet. Die Warnung des Verbraucherforums zeichnet das Bild eines Arbeitsmarktes, der durch künstliche Intelligenz grundlegend verändert wurde.

Wie die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) berichtet und das Verbraucherforum – ein unabhängiges Gremium aus Verbrauchergruppen, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie deren Branchenverbänden – zitiert, sind 25 % der weltweiten Beschäftigung in Berufen angesiedelt, die potenziell von KI betroffen sind. In Ländern mit hohem Einkommen liegt dieser Anteil sogar noch höher (34 %). Im Grunde könnte in den kommenden Jahren jeder vierte Arbeitnehmer durch eine Maschine ersetzt werden.

Am stärksten gefährdet sind Berufe, die sich wiederholende Aufgaben und leicht automatisierbare digitale und textbasierte Komponenten beinhalten: Verwaltungsassistenten, Kundendienst- und Callcenter-Mitarbeiter, Bank- und Postangestellte, Kassierer und Übersetzer.

Doch wie hoch ist der Wert des KI-Marktes in Italien? Laut Verbraucherforum beläuft er sich auf 1,8 Milliarden Euro, ein Anstieg von 50 % gegenüber 2024. Daher wird der Umgang mit Sprachbefehlen und Algorithmen für Berufseinsteiger immer wichtiger: Einer Studie der Polytechnischen Universität Mailand zufolge ist die Zahl der Stellenanzeigen, die KI-Kenntnisse erfordern, in Italien bis 2025 um 93 % gestiegen. Technologie beschränkt sich nicht auf das Büro; sie beeinflusst auch andere Bereiche des täglichen Lebens: Ein Drittel der Italiener nutzt bereits KI, um sich beim Online-Shopping beraten zu lassen. Dies entspricht einem potenziellen Jahreswert von rund 22 Milliarden Euro, wenn man den nationalen E-Commerce-Markt (Waren und Dienstleistungen) im Jahr 2026 betrachtet.

Doch es entstehen auch Kosten. Die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Umwelt und Nachhaltigkeit nehmen stetig zu. Die Internationale Energieagentur prognostiziert, dass sich der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 verdoppeln wird. Von 415 Terawattstunden im Jahr 2024 wird er auf 945 Terawattstunden ansteigen – das entspricht 3 % des gesamten globalen Stromverbrauchs. Das Verbraucherforum merkt an, dass KI-Rechenzentren bereits jetzt zwischen 2,5 und 3,7 % der globalen Treibhausgasemissionen verursachen. Und auch diese Zahlen werden voraussichtlich weiter steigen.

(Unioneonline)

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