Amanda Knox' Comedy-Show über ihre Gerichtsverhandlungen löst bei Merediths Familie Wut aus: „Sie sind schockiert, es ist eine Beleidigung ihres Andenkens.“
Die 39-jährige Frau aus Seattle kündigt ein Theaterstück über ihre kriminelle Vergangenheit an. „Ich mache keine Witze über das Verbrechen“, stellt sie klar, doch die Familie des ermordeten Studenten ist wütend.Amanda Knox (Ansa)
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Nach einem Buch und einem Dokumentarfilm kehrt Amanda Knox zurück, um ihre Geschichte zu erzählen: ihre Verhaftung, ihren Prozess, ihre Verurteilung und ihren endgültigen Freispruch wegen Mordes an Meredith Kercher, ihrer englischen Studienkollegin und Mitbewohnerin, die im November 2007 in Perugia getötet wurde.
Diesmal greift die 39-jährige gebürtige Seattleerin den Fall mit einem Comedy-Stück namens „Cartwheel“ wieder auf, das den Prozess in Italien thematisiert, in dem sie und ihr damaliger Freund Raffaele Sollecito des Verbrechens angeklagt wurden. Sie wird das Stück, das als „komödiantischer Monolog“ beschrieben wird, beim Edinburgh Fringe Festival aufführen.
In einem Interview mit dem Telegraph erklärte Knox, dass die Show für sie eine Möglichkeit war, das Trauma jener Jahre zu verarbeiten: „Ich glaube, Meredith würde diese Show schätzen. Sie war ein kluges, kultiviertes Mädchen, aber auch lustig und verspielt. Wir haben zusammen Musik gehört und sind tanzen gegangen. Sie liebte es, Spaß zu haben.“
Amanda stellte daraufhin klar: „Ich mache Witze darüber, wie ich dämonisiert wurde, aber ich mache keine Witze über das Verbrechen. Das bleibt für mich eine klare Grenze.“
Die Familie des Opfers ist jedoch „entsetzt“ und bezeichnet das Geschehen durch ihren Anwalt Francesco Maresca als „beleidigend und verwerflich“. „Es ist eine Beleidigung des Andenkens an Meredith. Wir haben jede Hoffnung verloren, dass Knox die Gefühle verstehen kann, die dies in der Familie des Opfers ausgelöst hat.“
Die Nachricht löste auch starke Reaktionen und Kritik in den britischen Medien und in den sozialen Netzwerken aus.
(Unioneonline)
