Von Poetto Beach nach Los Angeles, auf der Welle der Musik. Er ist der in Cagliari geborene Rapper Marco Leschio , und sein neues Album trägt den Titel „Poetto Shoreline“.

„Shoreline bedeutet Küste, der Titel bezieht sich auf die imaginäre Linie, wo Wasser und Land aufeinandertreffen, die Poetto-Bucht, aber er verweist auch auf die Trap-Kultur der US-Westküste“, erklärt er. „Ich wollte einen Titel schaffen, der unsere sardische Identität widerspiegelt und der vertikal auf unsere Küstenlinie und unser Westküsten-Dasein verweist, vom Surfen bis zum Lebensstil in Cagliari, der dem kalifornischen irgendwie ähnelt.“

Aufgewachsen im Viertel La Palma, wo er, wie er in einem seiner Lieder singt, „nur Reue“ auf den Straßen sieht, nutzt Leschio Musik als Ausdrucksmittel und Mittel zur Rache. Das Ergebnis ist ein Album, das leichte, leicht aggressive Tracks im typischen Trap-Stil mit intimeren, introspektiven Stücken verbindet.

„Es ist ein Album, das mir geholfen hat, meine Heimat und mein Volk voll und ganz zu repräsentieren, indem es zeitgenössischen Trap mit einer nationalen Sprache und einer motivierenden Botschaft verbindet, die darauf abzielt, die Menschen dazu zu bringen, an sich selbst zu glauben, anstatt sich der Straße zu ergeben.“

Das vierte Album umfasst 13 Tracks, produziert von Gyard, Succo, Flatpearl, Stimena, Ares und Young Cruel, sowie Kollaborationen mit Pakos und KiloKG. Dieses reife Werk will eine Brücke zwischen zwei unterschiedlichen Kulturen und Welten schlagen – so fern und doch so nah.

„Es gibt viele Lieder, die mir am Herzen liegen, aber zu ‚Un posto X me‘, ‚Kolossal‘ und ‚In pieno‘ ft. Pakos fühle ich mich wohl am stärksten verbunden, jedes aus einem anderen Grund. In ‚Dal profondo‘ konnte ich über meine persönlichen Traumata und meine Diabeteserkrankung, meine Medikamente und sogar die dunklen Momente meines Lebens sprechen. Ich habe so tief in mich hineingeschaut, um Verse zu schreiben, wie ich es vielleicht noch nie zuvor getan habe“, fährt Leschio fort.

Vier Songs wurden auch als Musikvideos umgesetzt. „Jeder Regisseur konnte meine Vision interpretieren, und dafür danke ich ihnen. Es ist nicht einfach, in meinen Kopf zu schauen“, scherzt Leschio.

Das nächste Video, „Dal profondo“, erscheint demnächst. Es gibt noch viele weitere Neuigkeiten: „Es wird mehrere Live-Auftritte auf Sardinien geben. Ich kann es kaum erwarten, wieder auf der Bühne zu stehen und mit meinen Fans zu singen. Und dann kommt ein neues Album, ein noch ausgefeilteres Projekt mit einem filmischen Konzept, an dem ich bereits arbeite.“

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