Von Cagliari zu den größten Theatern der Welt: Abschied vom Bariton Angelo Romero, ein Leben, das der Oper gewidmet war.
Als Spezialist für das Rossini-Repertoire hat er über 150 Opern interpretiert und den Figaro aus „Der Barbier von Sevilla“ zur symbolträchtigen Rolle seiner Karriere gemacht.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Abschied vom Cagliari-Bariton Angelo Romero.
Er war 86 Jahre alt: Ein kultivierter und hochgeschätzter Künstler in Italien und im Ausland, der maßgeblich dazu beitrug, die sardische Oper auf die wichtigsten internationalen Bühnen zu bringen. Der Bariton, spezialisiert auf das Rossini-Repertoire, blickte auf eine über ein halbes Jahrhundert währende Karriere zurück und zeichnete sich durch seine stimmlichen Qualitäten und sein schauspielerisches Talent aus, das er auch durch sein Schauspielstudium weiterentwickelte.
Sein Debüt gab er 1966 mit Monteverdis „L’Orfeo“, doch erst die Rolle des Figaro im „Barbier von Sevilla“ machte ihn endgültig berühmt : eine Rolle, die er über 600 Mal in Proben und Aufführungen verkörperte und die zum Markenzeichen seiner Karriere wurde. Im Laufe der Jahre hat Romero über 150 Opern gesungen, darunter Werke von Rossini, Donizetti, Verdi und Puccini, und Figuren wie Malatesta in „Don Pasquale“, Falstaff, Marcello in „La Bohème“, Belcore und Dulcamara in „L’elisir d’amore“, Rodrigo in „Don Carlo“ und Lescaut zum Leben erweckt. Er wurde mehrfach von Luchino Visconti dirigiert.
Seine Arbeit führte ihn an bedeutende italienische und internationale Theater und brachte ihm den Ruf eines vielseitigen Künstlers ein, der mühelos zwischen brillanten und dramatischen Rollen wechseln kann. Für sein Lebenswerk wurde er 2017 von der Gemeinde Capoterra mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet, in Anerkennung seines Beitrags zur weltweiten Verbreitung der Oper. Er wirkte außerdem in zahlreichen Filmen mit, beispielsweise als Alfio in „Der Pate III“.
Nach seiner intensiven Bühnenkarriere wandte sich Romero nicht von der Musik ab. Im Gegenteil, er stellte seine Erfahrung in den Dienst der jüngeren Generationen und widmete sich dem Gesangsunterricht und der Ausbildung junger Künstler. Er war Professor an der Quartu Music Academy und betreute weiterhin zahlreiche Studenten, denen er die Tradition des Belcanto, insbesondere das Repertoire von Rossini und Donizetti, vermittelte.
(Unioneonline/D)
