Sofern keine neuen Entwicklungen eintreten, werden ab dem 26. Juni, dem Tag des Auslaufens der Verwaltung und der Liquidation des Industriekonsortiums Zir, dessen Vermögenswerte und Personal an das Industriekonsortium der Provinz Nuoro übertragen. Dies birgt die Gefahr, die vor einem Jahr in einem Treffen mit Regionalpräsidentin Alessandra Todde und Industriedezernent Emanuele Cani vereinbarten Vorschläge zur Industrieplanung, insbesondere zur Revitalisierung des Gebiets Tossilo, zu untergraben. Um dies zu verhindern, wurde ein Antrag im Stadtrat eingebracht, der von Minderheitsdezernent Gianfranco Congiu sowie den Stadträtinnen Rossana Ledda und Alessia Trogu mitunterzeichnet wurde.

Der Antrag fordert die dringende Notwendigkeit, den institutionellen Dialog zu einer strategischen Frage für das Industriegebiet und die gesamte Region wieder aufzunehmen. Er verweist insbesondere auf das Auslaufen der Kommissarsschaft am 30. Juni 2026 und die anschließende Übertragung der Leitung des Konsortiums an das Industriekonsortium der Provinz Nuoro, wie bereits in der geltenden Regionalgesetzgebung vorgesehen. Zu den weiterhin ungeklärten Fragen gehören die Revitalisierung des Industriegebiets, die Governance, die wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit sowie die Zukunft der Müllverbrennungsanlage Tossilo. Der Antrag fordert den Stadtrat daher auf, sich formell mit dieser Frage auseinanderzusetzen, um die notwendigen Maßnahmen und Initiativen zum Schutz der regionalen Interessen festzulegen und Klarheit über den zukünftigen Weg zu schaffen.

Der Vorschlag der Minderheitsgruppe wurde von Bürgermeister Riccardo Uda begrüßt, der zusicherte, umgehend eine Sondersitzung des Stadtrats zu diesem Thema einzuberufen. Der Bürgermeister kündigte zudem an, die regionalen Umwelt- und Industrieräte direkt einzubeziehen und vereinbarte mit ihnen den Termin der Sitzung, um einen direkten und konstruktiven Dialog auf institutioneller Ebene zu ermöglichen. Ziel ist es, die Zukunft des Zir-Konsortiums in Tossilo und des Industriegebiets Macomer wieder in den Mittelpunkt der politischen Agenda zu rücken und Transparenz, Beteiligung und eine klare Planung für die anstehenden Fristen zu gewährleisten.

© Riproduzione riservata