Niemand gibt nach. Der Besuch von Giuseppe Conte in Cagliari hat wenig dazu beigetragen, die Spannungen zwischen Alessandra Todde und der Demokratischen Partei zu lindern. Der Konflikt reicht bis zum vergangenen Sonntag zurück, als die Demokraten beschlossen, die Stadtratssitzung zu boykottieren, um nicht über die Beschlüsse zur Ernennung der Leiter der lokalen Gesundheitsbehörden von Cagliari und Olbia abstimmen zu müssen, da diese durch „rechtliche Unsicherheit, die nicht ausreichend berücksichtigt worden war“, gekennzeichnet seien.

Die Demokraten, die den Stadtratssitzungen am Mittwoch ebenfalls fernblieben, haben eine Fortsetzung dieses Kurses nicht ausgeschlossen. Sie werden heute auf der um 17:00 Uhr in Oristano einberufenen Parteiführungssitzung – früher als der ursprünglich geplante Termin am kommenden Montag – über das weitere Vorgehen entscheiden.

Das Management

Diese Vorgehensweise wird kein formeller Schritt sein. Angesichts eines Ereignisses, das in Kreisen der Demokratischen Partei als „äußerst schwerwiegend“ eingestuft wird, wird Parteisekretär Silvio Lai ein Vertrauensvotum einholen. Die Partei ist sich bewusst, dass es angesichts der Position des Präsidenten zwei mögliche Wege gibt: entweder die Augen zu verschließen, so zu tun, als geschehe nichts, symbolische Proteste zu inszenieren und dann abzuwarten, wie es die Bewegungen um Todde wahrscheinlich tun würden; oder eine energischere Debatte zu führen. Bevor Lai eine Entscheidung trifft, wird er die Partei um ein Mandat bitten.

Römische Sekretariate

Todde ist der Ansicht, dass die römischen Parteisekretariate eingreifen können: „Ich habe die beiden regionalen und nationalen Sekretariate gebeten, ein Treffen abzuhalten, das ich anschließend zusammenfassen werde.“

Der Fall der Einziehung

Vor diesem Hintergrund findet derzeit die Berufungsverhandlung vor dem Berufungsgericht Cagliari statt. Die Richter könnten bereits heute über die Begründetheit der Berufung der Anwälte des Regionalpräsidenten gegen das Urteil des Gerichts entscheiden. Das Gericht befasste sich mit der einstweiligen Verfügung des regionalen Wahlgarantieausschusses, stufte das Verhalten im Zusammenhang mit den mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten im Wahlbericht 2024 neu ein und bestätigte sowohl die Geldstrafe von 40.000 € als auch die Weiterleitung der Unterlagen an den Regionalrat zur Entscheidung über die Disqualifizierung.

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