Fast 200 Stimmzettel wurden für ungültig erklärt, etwa zwanzig angefochten, und ein Teil der Ergebnisse ist noch immer nicht in das städtische Datensystem hochgeladen. In Tempio herrscht nach der Wahl große Unsicherheit.

Laut durchgesickerten Informationen aus den Gemeinde- und Gerichtsbüros von Tempio scheint Kandidatin Andrea Biancareddu (Bürgerliste UniAmo Tempio) eine Überprüfung des Wahlergebnisses, also eine Neuauszählung, beantragen zu wollen. Biancareddu verpasste die Stichwahl nur knapp, und in den sechzehn Wahlkreisen von Tempio herrschten Spannungen und Proteste. So wurden beispielsweise Stimmzettel für ungültig erklärt, weil neben den Kandidaten für den Gemeinderat auch die Stimme für den Bürgermeisterkandidaten nicht explizit angegeben worden war. Der Abstand zwischen Kandidatin Gianna Masu, die in die zweite Wahlrunde einzog, und Andrea Biancareddu, die ausschied, ist gering.

Die Daten zeigen, dass die Kandidatin mit den meisten Stimmen die scheidende stellvertretende Bürgermeisterin Anna Paola Aisoni (von Gianni Addis' Liste, die in die Stichwahl kam) mit über 800 Stimmen ist. Aisoni erklärte: „Ich bin gerührt von dem Vertrauen, das mir Tempio erneut entgegengebracht hat.“ Unabhängig vom Wahlausgang gehören Andrea Biancareddu, Simona Chessa und Fabrizio Carta bereits dem Stadtrat an, ebenso wie die Bürgermeisterkandidaten der Stichwahl und die jeweils siegreichsten Kandidaten beider Listen aus der zweiten Runde.

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