Die „ Shrek “-Reihe zählt zweifellos zu den besten Animationsserien aller Zeiten, und die neuesten Nachrichten darüber, auch aus kritischer Sicht, scheinen dies einmal mehr zu bestätigen. Seit ihrem unvergesslichen Debüt im Jahr 2001 sind die Abenteuer des mürrischen Ogers, des nervigen Esels und der temperamentvollen Prinzessin Fiona dank der brillanten Intuition des Duos Andrew Adamson und Vicky Jenson zu einer unwiderstehlichen Quelle der Unterhaltung für jeden Filmfan geworden. Sie interpretierten die Welt der Märchen mit einer ironischen und humorvollen Wendung neu und streuten dabei zahlreiche Anspielungen nicht nur auf die Geschichten der Brüder Grimm und die Kinderliteratur ein, sondern auch auf die kritischen Themen und Widersprüche unserer Gesellschaft.

Mit herausragenden Gesangsleistungen von Mike Myers, Eddie Murphy und Cameron Diaz erlebte „Shrek“ bis 2007 eine Phase außergewöhnlichen Erfolgs und schloss nach der Veröffentlichung von „Shrek 2“ und „Shrek der Dritte“ die erste Trilogie ab. Der vierte Teil, „Für immer Shrek“, war weniger erfolgreich; einige Kritiker hielten ihn für unter den Erwartungen und für kaum mehr als eine halbherzige Wiederverwertung der erfolgreichen Ideen seiner Vorgänger.

Angesichts dieser Umstände ist klar, dass DreamWorks Pictures und Universal Animation die notwendigen Schritte vor dem Kinostart von „ Shrek 5 “ sorgfältig abgewogen haben. Der fünfte Teil, der bereits Mitte 2024 angekündigt wurde und von Conrad Vernon, Walt Dohrn und Brad Ableson inszeniert wird, mit einem Drehbuch von Michael McCullers basierend auf einer Geschichte von Christopher Meledandri, sah sich von Beginn an mit mehreren Hindernissen konfrontiert. Dies zeigt sich besonders deutlich in den verschiedenen Verschiebungen des Kinostarts: Zuerst war er für Juli dieses Jahres geplant, dann für Dezember und schließlich für Juni 2027. Die Gründe dafür scheinen vor allem in der starken Konkurrenz zu liegen, allen voran dem aktuellen Kinoerfolg „Toy Story 5“. Doch vor allem, so deuten erste Eindrücke einiger Online-Nutzer darauf hin, war es die neue stilistische Ausrichtung, die die Produktionsfirma dazu veranlasste, ihre Pläne zu überdenken.

Tatsächlich sorgte das erste Werbevideo zum Film Anfang letzten Jahres für Kontroversen, da es erstmals einen visuellen Stil präsentierte, der sich deutlich von den bisherigen Filmen unterschied und unweigerlich den Unmut der eher traditionellen Fans hervorrief. Die Kontroverse führte sogar zu einem TikTok-Video, in dem die Charaktere der Filmreihe sich über ihr eigenes Aussehen lustig machen, verlegen wirken und behaupten, sie sähen schrecklich aus.

Der im Juni veröffentlichte zweite Trailer spaltete erneut die Meinungen des Publikums. Da er den Look des fünften Teils deutlicher zeigte, hoben Fananalysen einen eher cartoonhaften Stil hervor, der sich deutlich vom kantigeren und realistischeren Look der Vorgänger abhob. Stilistische Weiterentwicklungen sind zwar weitgehend unvermeidlich, insbesondere angesichts der jüngsten technologischen Fortschritte, doch ästhetische Veränderungen können die Wahrnehmung der Filmreihe tiefgreifend beeinflussen, vor allem nachdem sie sich zuvor durch ihre deutlichen Unterschiede zu beispielsweise Disney-Produktionen hervorgetan hatte.

Die Kontroverse um „Donkey“, das „Shrek“-Spin-off mit Eddie Murphy als Stimme des Esels, wurde vorerst beigelegt. Der Film, den der Schauspieler bereits letztes Jahr angeteasert hatte, soll am 30. Juni 2028 in die Kinos kommen und als Prequel zur Hauptsaga dienen, um die bisher unbekannte Vorgeschichte des Charakters zu enthüllen. Regie führen die Animationsveteranen Charlie Bean (bekannt für „The Lego Ninjago Movie“) und Matt Flynn (u. a. „Wild Robot“, „Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch“ und „Too Bad 2“). Nun heißt es abwarten, ob weitere Details zur Handlung und zum möglichen Auftritt anderer bekannter Gesichter aus der Saga bekannt werden. DreamWorks und Universal halten sich hierzu weiterhin streng geheim.

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