Nach seinem Interview mit Bruno Vespa kehrt Vittorio Sgarbi ins Fernsehen zurück. Der Kunstkritiker und Politiker war zu Gast bei Mara Venier in der Sendung „Domenica In“, um sein neues Buch „Der nächste Himmel. Der Berg in der Kunst“, erschienen im Verlag La Nave di Teseo, vorzustellen.

Im Mittelpunkt des Interviews standen jedoch vor allem Gesundheits- und Familienfragen, von seinem Krankenhausaufenthalt wegen Depressionen bis hin zur Frage der von seiner Tochter Evelina beantragten Vormundschaft für ihren Vater, über die das Gericht in Rom noch entscheidet.

„Sie hätte mich leicht besuchen können, aber sie kam nicht und hat sich nun dazu entschlossen“, griff Sgarbi seine Tochter an. Anschließend verkündete er seine bevorstehende Hochzeit mit seiner Partnerin Sabrina Colle in der Kirche Santa Maria dell’Orto in Venedig: „Ich heirate, um, wie es sich gehört, einen Teil meiner Sensibilität und meines Daseins denen zu schenken, die mir nahestanden und mir in den Schwierigkeiten des Alltags Kraft gegeben haben.“ „Meine Entscheidung ist Ausdruck meines Wunsches, Sabrina meine Überzeugung und meine Dankbarkeit zu zeigen“, so der Kunstkritiker: „Ihre Ironie und ihr Humor über meine Witze sind eine Form von Intelligenz, die heute Trost und Bestätigung statt Provokation findet. Das Erstaunen vergeht, die Liebe bleibt.“

Unterdessen wurde heute Nachmittag Evelina Sgarbis Interview mit Silvia Toffanin auf Verissimo ausgestrahlt: „In ‚Cinque Minuti‘ schaute sie die andere Person nicht an“, sagte die 25-Jährige. „Sie hatte Mühe zu sprechen. Ich möchte nicht, dass unsere Beziehung im Mittelpunkt steht, sondern ihr Gesundheitszustand. Ich fand es skandalös, vielleicht, vielleicht auch nicht, das Buch zu veröffentlichen. Ich finde es unglaublich, dass es zugelassen wurde. Die Bilder sprechen für sich; ich glaube, es geht ihr nicht gut. Sie hat mich nicht kontaktiert.“

„Innerhalb eines Jahres ist er in diesen Zustand geraten“, fährt sie fort. „ Ich glaube, er ist völlig manipuliert worden, er ist nicht mehr er selbst. Man sieht es an seinem Verhalten, an seinem Aussehen. Ich mache mir Sorgen, dass er weiterhin völlig von den Menschen um ihn herum geblendet ist. Die Ärzte können seinen wahren Gesundheitszustand nicht feststellen. Ich möchte seine Krankenakte sehen.“

«Mein Vater wirkte etwas drogenabhängig, er sah schmutzig und ungepflegt aus, er hatte sich noch nie rasiert : Er war in einem labilen Zustand, vielleicht beeinflusst von Menschen in seinem Umfeld – Fazit – Es war ein jämmerlicher Anblick, ihn für die Werbung eines Buches so bloßzustellen

(Unioneonline/D)

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