Sassari bereitet sich darauf vor, den 28. Februar 1796 neu zu entdecken, als Giovanni Maria Angioy unter großem Beifall in die Stadt einzog. Dieses Ereignis leitete eine revolutionäre Ära ein, die die feudale Ordnung und die Kolonialherrschaft des Hauses Savoyen in Frage stellte und Sardinien eine neue politische Zukunft eröffnete. Genau 230 Jahre nach diesem Einzug lässt ein Netzwerk von Schulen und Vereinen das Epos der Anjou mit zweitägigen Veranstaltungen am Freitag und Samstag wieder aufleben, die Studien, Bildungsprogramme, Kunst im öffentlichen Raum und bürgerschaftliches Engagement miteinander verbinden.

Die Ausstellung ist Teil des Projekts „1796–2026. Revolutionäres Tàtari Tzitade“, einer Sonderausgabe des historischen sardischen Frühlingsfestes. Im Mittelpunkt steht die direkte Einbindung jüngerer Generationen und die Rückgewinnung urbaner Räume als Orte lebendiger Erinnerung. Unterstützt wird das Projekt von Sassaris Bürgermeister Giuseppe Mascia, der am 23. Januar im Rahmen ihres Besuchs im Sala Sciuti des Provinzialpalastes Schülerinnen und Schüler des Liceo Artistico und des Convitto Nazionale Canopoleno traf.

Die Feierlichkeiten beginnen am Morgen des 27. Februar, wenn führende Experten der Sardischen Revolution mit Schülern verschiedener Schulen des Technischen Instituts Angioy zusammentreffen und so einen direkten Austausch mit den neuen Generationen über Schlüsselmomente der modernen sardischen Geschichte ermöglichen.

Ebenfalls am Freitag, dem 27. Februar, richtet sich der Fokus am Nachmittag auf die Aula Magna des Liceo Artistico Figari. Dort findet um 17:00 Uhr die öffentliche Konferenz „1796–2026. Tàtari tzitade rivolutzionària“ statt, mit Historikern und Wissenschaftlern wie Federico Francioni, Piero Atzori, Antonello Nasone und Adriana Valenti Sabouret. Die Veranstaltung wird von Professorin Sara Strinna moderiert.

Der bewegendste Moment wird am Samstag, dem 28. Februar, genau 230 Jahre nach Angioys Ankunft in Sassari, erwartet. Um 10:30 Uhr wird in der Via Pompeo Calvia im Beisein von Vertretern der Stadt Sassari, der Schulen und der beteiligten Vereine das von der Schülerin Simona Pala entworfene und von der gesamten Klasse B des Malkurses der Kunsthochschule gestaltete Gedenkwandbild präsentiert und offiziell eingeweiht. Die künstlerische und historische Leitung des Wandbildes hatten die Lehrer Claudio Cupiraggi und Cristiano Sabino inne.

Die Feierlichkeiten werden von Lesungen des Ensembles Teatro S'Arza, Grußworten des Bürgermeisters von Sassari und der Metropolitanstadt, Giuseppe Mascia, des Präsidenten der ANS, Nicola Piu, sowie weiterer Redner aus Institutionen und Verbänden begleitet.

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