Anlässlich des Holocaust-Gedenktages präsentiert das Theatre en Vol vom 23. bis 25. Januar in der Via de Martini in Sassari die Aufführungsreihe „Erinnerung – Gestern, Heute, Morgen“. Die Reihe thematisiert Unterdrückung und Gewalt aus drei historischen Perspektiven: den Holocaust und seine Folgen, Rassendiskriminierung und die Analyse der menschlichen Natur. Es wirken die Ensembles Actores Alidos aus Cagliari, Michele Vargiu und Theatre en Vol mit.

Das Festival zieht Parallelen zur aktuellen Situation in Palästina und untersucht Unterdrückung, Ausbeutung sowie die kolonialen und imperialistischen Tendenzen des Westens und der Menschheit im Allgemeinen. Es reflektiert zudem die Bedeutung der Entscheidungen, die wir in die Welt bringen wollen (sowohl als Individuen als auch als Völker und folglich als Regierungen). Dies wird durch die Beiträge der Vereine Emergency und Ponti non Muri sowie des Komitees Fermiamo La Guerra Sassari ermöglicht, die abwechselnd vor jeder Aufführung eine eindrucksvolle Interpretation aktueller Ereignisse präsentieren werden.

Die Gräueltaten der Vernichtungslager werden ab Freitag um 21 Uhr mit dem Teatro Actores Alidos aus Cagliari in „Die Grauzone“ nachgezeichnet, dem Titel eines der Kapitel aus Primo Levis Essay „Die Ertrunkenen und die Geretteten“.

Am Samstag, den 24. Januar, um 21 Uhr, präsentiert Michele Vargiu „Der Boxer“, die wahre Geschichte von Johann Trollmann, einem Sinti- Boxer, einem „Zigeuner“, der es allein mit der Kraft seiner Entschlossenheit schaffte, dem Wahnsinn des Dritten Reichs entgegenzutreten und die Liebe einer ganzen Bevölkerung zu gewinnen.

Den Abschluss bildet am Sonntag, den 24. um 20 Uhr „Paradise Now“, die neueste Produktion von Theatre en vol, die sich mithilfe von physischem Theater und grotesker Sprache mit dem Thema der Unterdrückung eines Volkes über ein anderes aufgrund entmenschlichter wirtschaftlicher und Machtinteressen auseinandersetzt.

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