Sarzi-Puppen und italienische Gebärdensprache: Ein sardisches Projekt zur Förderung sozialer Inklusion
Es waren gehörlose und hörende Menschen unterschiedlicher Altersgruppen beteiligt, wobei besonderes Augenmerk auf Kinder, ältere Menschen und schutzbedürftige Personen gelegt wurde.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Fruchtbarer Austausch und Inklusion durch die edle und zeitlose Kunst des Puppenspiels, geführt von unsichtbaren Händen. Das Projekt „Theater, das Zeichen gibt. Puppen und Italienische Gebärdensprache im Dialog“, ein künstlerisches und theatralisches Projekt, gefördert von Human Arts – Le Mani dei Sarzi und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gehörlose Turin entwickelt, war ein voller Erfolg. Durch Workshops in Italienischer Gebärdensprache (LIS), Puppenspiel und Puppenbau aus Recyclingmaterialien erreichte die Initiative gehörlose und hörende Menschen unterschiedlichen Alters, mit einem besonderen Fokus auf Kinder, ältere Menschen und schutzbedürftige Personen.
Die Kunst des Sarzi
Die Puppen zum Leben zu erwecken, ist die Fantasie und das Talent von Mauro Sarzi, dem Sohn eines Puppenspielers, der in einer Familie aufwuchs, die zu den traditionsreichsten und bedeutendsten Persönlichkeiten der Puppentheaterwelt zählt. Die Kunst der Sarzis zeichnet sich seit jeher durch ihren unverwechselbaren Charakter aus, dank ihrer Fähigkeit, die Sprache des Puppenspiels immer wieder neu zu erfinden und zu interpretieren und sie so zu einem wahrhaft universellen Kommunikationsmittel zu machen. Luciana Ledda, Gebärdensprachdolmetscherin, die in den Informationsräumen von Videolina mit Gebärdensprache präsent ist, begleitet diesen Weg: „Man lernt diese Sprache nie aus“, erklärt sie, „denn wie alle Sprachen entwickelt sie sich ständig weiter. Ich bin mit der Vorstellung aufgewachsen, dass Gehörlose nicht so hören wie wir, sondern eine unglaubliche Wahrnehmungsfähigkeit besitzen, vielleicht sogar mehr als wir.“ Eine Perspektive, die weit verbreitete Stereotypen hinterfragt und eine neue Kultur des Zuhörens fördert. Dies ist die Grundlage von „Theater der Gebärdensprache. Puppen und Sprachwissenschaft im Dialog“. In Zusammenarbeit mit den Städten Cagliari, Assemini und Iglesias wurden Schulungen angeboten, in denen die Grundlagen der Gebärdensprache, die Geschichte des Puppentheaters und Fragen des Schutzes sprachlicher Minderheiten sowie die Rolle Europas – mit Unterstützung von Europe Direct Sardinia – eingehend erörtert wurden. Besonderer Wert wurde auf ökologische Nachhaltigkeit gelegt.
Recycling
Mit Unterstützung des Vereins Alberea liegt der Fokus auf der kreativen Wiederverwendung von Abfallmaterialien zur Herstellung von Puppen und der Umwandlung von Recyclingmaterialien wie Plastik und Glasgefäßen in originelle Dekorationen unter Verwendung natürlicher Elemente und Alltagsgegenstände. In ihrer Rezension zu „Theatre that Segna“ hebt Luciana Ledda hervor, „wie zugängliche Kunst zu einem konkreten Instrument für Austausch und soziale Inklusion werden kann“.
