Vor über zehn Jahren wurden ehrgeizige Pläne für das Technologiezentrum Arnas Brotzu angekündigt, das die Notaufnahmen, die Chirurgie und die Diagnostik auf Sardinien revolutionieren sollte. Geplant war ein Kompetenzzentrum mit zwölf hochmodernen Operationssälen, Diagnoselaboren, optimierten Patientenpfaden und modernen Personalräumen. Heute, mehr als ein Jahrzehnt später, ist das Zentrum nur ein Versprechen geblieben, und die einstigen Visionen scheinen immer unerreichbarer.

Gianfranco Angioni, Regionaldirektor von USB Sanità, erklärte in einer Stellungnahme: „Die Lage auf den Krankenhausstationen ist kritisch. Sie sind chronisch überbelegt, es gibt nicht genügend Betten, und das Personal muss extrem lange Schichten arbeiten. Im Krankenhaus von Businco schreiten die Arbeiten an den Operationssälen ohne erkennbaren Zeitplan voran, während der Bereich unterhalb der Radiologie völlig vernachlässigt wird und die Sanierungsarbeiten noch nicht begonnen haben. Der Fertigstellungstermin für das Kinderkrankenhaus, das ein hochmodernes pädiatrisches Zentrum werden sollte, ist weiterhin ungewiss, was die Zukunft einer lebenswichtigen Einrichtung für die Versorgung der jüngsten Kinder gefährdet.“

Ein noch gravierenderes Problem, so Angioni, „betrifft das Management der regionalen Akkreditierungen und den Personalbestand, der den tatsächlichen Bedarf der Abteilungen nicht deckt. Es liegt in der direkten Verantwortung der Region, sicherzustellen, dass Ärzte, Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte und Techniker ausreichend besetzt sind. Dennoch sehen sich Krankenhäuser wie San Michele, Businco und Cao täglich mit strukturellen Mängeln und Personalmangel konfrontiert, was die Patientensicherheit gefährdet und die Belastung derjenigen, die unter ohnehin schon extremen Bedingungen arbeiten, verschärft. Die Region muss unverzüglich und ohne Ausreden eingreifen und diese unhaltbare Situation beheben.“

(Unioneonline)

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