Windenergie: Die lokale Bevölkerung mobilisiert: „Hände weg von Mandas und Gesico!“
Der Appell an Bürger, Verbände und Grundbesitzer, sich in dem Verfahren Gehör zu verschaffen.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Das Windparkprojekt sorgt in Mandas und Gesico erneut für Besorgnis, und diesmal waren es die Bürgermeister, die sich als Erste zu Wort meldeten. Terenzio Schirru, Bürgermeister von Gesico, und Umberto Oppus, Bürgermeister von Mandas, haben bereits ihren Widerstand geäußert und angekündigt, dass ihre Verwaltungen das neue Vorhaben genau prüfen werden. Nun hat sich auch Carlo Carta, Präsident des Vereins „Gesico Pro Loco“, der sich seit Jahren gegen Windparkprojekte in der Region engagiert, zu dem Thema geäußert.
Besonders besorgniserregend ist die Gegend um den Nuraghen Su Angiu in Mandas, ein Gebiet mit besonders vielen archäologischen Fundstätten. „Ich bereite seit 2009 Einsprüche und Gegeneinsprüche vor, aber einen so dreisten Angriff habe ich noch nie erlebt“, sagt Carta, zuversichtlich, dass die beiden Bürgermeister die Rechte ihrer jeweiligen Gemeinden verteidigen werden.
Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Landschaft, den landwirtschaftlichen Flächen und dem archäologischen Erbe. Mandas und Gesico sind übersät mit Nuraghen, Riesengräbern und anderen antiken Stätten sowie zahlreichen Landkirchen. Für Mandas nennt Carta unter anderem Ruina de Logu, Sa Passerra, Murtas, Zidoni, Mitza de Foddi, Ruina sa Pruna, Siliqua, Ladiri, Suxiu und Don Efisi sowie die Kirchen Sant'Antonio, San Giovanni und San Giacomo.
Das Gebiet um Gesico umfasst Funtana Zorcu, Posada, Simoni, Ruina Fraigada, Planu Seri und Nuratzolu sowie die Kirchen San Mauro, Santa Giusta, Sant'Amatore, San Sebastiano und Santa Lucia. Carta erwähnt auch das nahegelegene Gebiet Escolca mit seinem Nuraghen und der Kirche San Simone. Ein weiteres Highlight ist die Nähe zum Natura-2000-Gebiet Monte San Mauro zwischen Gesico, Guamaggiore und Guasila – ein Gebiet von besonderem Naturwert. Einsendeschluss für Stellungnahmen ist der 2. September 2026. Carta ruft daher Bürger, Vereine und Landbesitzer dazu auf, sich an diesem Prozess zu beteiligen.
