„Offenbar kennen sie den Zeitplan für ihre Hausbesuche.“ Ein Anwohner der Via De Gasperi in Sassari kommentierte enttäuscht die Essensreste, die Wildschweine hinterlassen hatten, nachdem er sie aus den Mülltonnen ausgegraben hatte.

Auf dem Gehweg liegt der nasse Kot der Tiere, die dort gefressen haben, und der Müllmann muss die Überreste mit einem Besen zusammenkehren. „So ist es jeden Tag“, sagt er.

Die Säugetiere halten sich dauerhaft im Gebiet zwischen Via Luna e Sole, Via Barzini, Via Di Vittorio und anderen Straßen auf und ernähren sich von allem, was sie finden. Obwohl die Tiere nie eine Gefahr für Menschen dargestellt haben, sind die Beeinträchtigungen für die Nachbarschaft, wo die Müllabfuhr von Haus zu Haus erfolgt, deutlich spürbar.

Die bereits mehrfach vorgeschlagene Lösung wäre, die Container mit Haken an den Geländern aufzuhängen, um sie für Wildschweine unzugänglich zu machen. Diese Option ist jedoch nicht immer umsetzbar, da die aus der Gegend um Monte Bianchinu vertriebenen Schweinefamilien auf der Suche nach Nahrung ins Tal hinabsteigen. „Es sind Dutzende“, berichten Augenzeugen.

Andererseits sind sie mittlerweile in allen anderen Vierteln von Sassari weit verbreitet, insbesondere in Monte Rosello und Rizzeddu, und ihre Präsenz dürfte wohl noch zunehmen.

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