Wassernotstand auf Sardinien: „Neue Staudämme? Die sind unnötig, wir verlieren 50 % unseres Wassers.“
Das Problem liegt laut Experten nicht im Mangel an Ressourcen: „Sondern in den Netzwerken muss eingegriffen werden.“Eine Insel im Griff der Wasserkrise, wo viele den Bau neuer Stauseen fordern. „Die Verluste übersteigen 50 Prozent, wir müssen in das Netz eingreifen“, donnert der Regionalpräsident des Landwirtschaftsverbandes Confagricoltura, Stefano Taras.
Diese alarmierenden Daten erklären die aktuelle Situation. Viele fordern den Bau neuer Stauseen, um die eklatante Wasserkrise auf der ganzen Insel zu bewältigen. Das Central Sardinia Land Reclamation Consortium betont ebenfalls die Notwendigkeit, den Abba-Luchente-Staudamm zu errichten, um die torpedoartigen Probleme im Zusammenhang mit dem Maccheronis-Stausee einzudämmen.
Experten nennen jedoch Zahlen, die zum Nachdenken anregen. „Jeder Sarde hat potenziell sechsmal so viel Wasser zur Verfügung wie ein Sizilianer“, sagt der Geologe Francesco Murgia von Nuoro. Kurz gesagt: Sardinien verfügt über reichlich Wasser, doch durch marode Leitungen geht über die Hälfte der Wasserressourcen verloren.
