Ein Beispiel sardischer Bildungsexzellenz hat landesweite Beachtung gefunden. Die Gesamtschule „Leonardo Da Vinci“ in Decimomannu wurde vom Präsidialamt der Republik für das renommierte Projekt „Der Quirinalpalast in Schulen: Die Institution und der Palast“ ausgewählt. Es handelt sich dabei nicht um eine öffentliche Ausschreibung, sondern um eine exklusive Einladung, die das Generalsekretariat des Präsidialamtes gemeinsam mit dem Bildungsministerium nur vier Schulen in ganz Italien für das laufende Schuljahr ausspricht.

Der Auswahlprozess für die Schule in Decimomannu wurde durch das große Interesse am Präsidentensitz angestoßen, das mit der vorherigen Reservierung eines Besuchs auf dem Landsitz Castelporziano begann. Diese einmalige Gelegenheit nutzten Schüler der Klassen 1C und 2C der Sekundarschule.

Eine unvergessliche Reise

Das Abenteuer erfuhr die entscheidende Unterstützung von Schulleiterin Giuliana Angius (die selbst mit den Schülern reiste), der Reiseabteilung unter der Leitung von Lehrerin Paola Meloni und der engagierten Betreuung durch die Lehrerinnen Maria Caterina Tatti und Cristina Pusceddu sowie der Schulbehörde von Cagliari. Die Reise war in zwei Phasen unterteilt. Zunächst kamen im April Experten des Generalsekretariats direkt an die Schule, um interaktive Workshops zur Verfassung durchzuführen. Dann folgte der große Schritt: die Reise nach Rom.

Die Studenten hatten sich sehr darauf gefreut, Präsident Sergio Mattarella persönlich zu treffen, doch der volle Terminkalender im Quirinalspalast ließ dies nicht zu. Das Staatsoberhaupt übermittelte den Studenten dennoch seine herzlichsten Grüße durch dieselben Beamten, die sie bei ihrem Besuch im Palast begleitet hatten.

Staatsbürgerschaft und Inselstolz

Im Palazzo wurden die Studierenden mit einer Eleganz empfangen, die an vergangene Zeiten erinnerte. Sie erwiesen sich der Atmosphäre als bemerkenswert würdig und diskutierten mit überraschender Reife über komplexe Themen wie das Albertinische Statut und die Persönlichkeit von Liliana Segre. In den Gemächern des Präsidenten erlebten die Studierenden zudem einen Moment des Staunens und des Stolzes auf ihre Insel, als sie die zeitgenössischen Kunstwerke der sardischen Meister Maria Lai und Pinuccio Sciola bewunderten.

Dieses wunderbare Erlebnis, Teil des PTof-Projekts „Umwelt und aktives Bürgerengagement“, endet nicht mit der Heimkehr. Die Reise schließt mit der Erstellung digitaler Dokumente und Erfahrungsberichte ab, die mit der lokalen Gemeinschaft geteilt werden: eine ideale Möglichkeit, die Eindrücke dieser Tage in ein bürgerschaftliches Vermächtnis zu verwandeln, das die gesamte Gemeinschaft erreichen kann.

© Riproduzione riservata