Villagrande, Peppino Melis wird 100: Er war Milchhändler.
Er wanderte nach Umbrien aus und kehrte vor zwei Jahren in sein Heimatland zurück.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Im Alter von 35 Jahren bestieg Peppino Melis eine Fähre nach Italien. Ziel: Umbrien. Er war Schäfer in Villagrande, wollte aber seine Lebensbedingungen verbessern und überquerte zusammen mit drei Freunden, Angelo Barrili, Angelo Buttau und Michele Basoccu, die längst verstorben sind, mit einer Herde von 300 Schafen das Meer.
Hier beginnt seine lange Geschichte, die er heute anlässlich seines 100. Geburtstags mit seinen Enkelkindern teilte. Herr Peppino ließ sich in Città della Pieve, einem Ort unweit von Perugia, nieder, als er Giulia Mansueti heiratete, die vor etwa zehn Jahren verstarb. Es war in den 1970er Jahren. Das Paar hatte sich in Villastrada, einem Weiler von Castiglione del Lago, ebenfalls in der Region Perugia, angesiedelt.
Der Bauer wusste um die hohe Qualität des Villagrande-Käses, doch die Produzenten konnten kein tragfähiges Vertriebsnetz aufbauen. Daraufhin kaufte Melis einen Lieferwagen und fuhr zurück in seine Heimatstadt, um sich mit Waren einzudecken, die er anschließend auf umbrischen Märkten weiterverkaufte. Vor zwei Jahren beschloss er, sich endgültig in Villagrande niederzulassen, einer Stadt mit dem Weltrekord für das höchste Lebensalter eines Mannes. Letzten Sommer nahm er dort sogar in Tracht an der Prozession der Heiligen Barbara teil. Er ist selbstständig, unternimmt täglich lange Spaziergänge in der Innenstadt und genießt die Zuneigung seiner Schwester und seiner zehn Nichten und Neffen. Der frischgebackene Hundertjährige achtet zudem auf seine Ernährung: einen halben Liter Milch mit etwas Zucker zum Morgens, 30 Gramm Nudeln und ein halbes Glas Wein zum Mittagessen, einen Obstsnack am Nachmittag und eine kleine Suppe zum Abendessen. Heute empfing er Besuch von Vertretern der zivilen, militärischen und kirchlichen Obrigkeit der Stadt. Bürgermeister Alessio Seoni, Carabinieri-Marschall Jonathan Marra und Pfarrer Don Giuliano Pilia trafen am Haus in der Via Eleonora d'Arborea ein. Aufgrund des Wetters wurde die Feier zum 100-jährigen Jubiläum auf Samstag verschoben.
