Das regionale Verkehrsministerium hält dies für inakzeptabel: „Eine gemischte Nutzung des bestehenden Busverkehrs und der zukünftigen Straßenbahnlinie ist nicht hinnehmbar.“ Die Gemeinde, gestärkt durch ein Mandat des Gemeinderats, beschleunigt jedoch ihre Bemühungen, muss aber die Stellungnahme der nationalen Behörde für Schienenverkehrssicherheit abwarten.

Nur wenige Tage nach Baubeginn der U-Bahn in der Via Roma gibt die Idee einer „gemischten“ Mittelspur, auf der sowohl U-Bahn-Wagen als auch öffentliche Verkehrsmittel verkehren und vom Autoverkehr getrennt sein sollen, weiterhin Rätsel auf. Die Einwohner von Cagliari bereiten sich ab Montag auf weitere Verkehrsbehinderungen durch die Baustelle vor. Zudem droht den Arbeiten auf der Piazza Matteotti aufgrund archäologischer Funde eine (bislang ausgeschlossene) Unterbrechung.

La corsia centrale di via Roma

Die Gemeinde

„Unsere Idee ist weiterhin, mindestens zwei Linien, insbesondere für den Schnellbusverkehr, kreuzen zu lassen“, erklärt Mobilitätsrat Yuri Marcialis. „Deshalb haben wir die Ansfisa, die nationale Agentur für Schienenverkehrssicherheit, um eine Stellungnahme zu dem im Projekt vorgesehenen Straßenabschnitt gebeten und warten auf deren Antwort, ob die Fahrspur für den Verkehr erhalten werden kann. Selbst wenn die Stellungnahme negativ ausfällt, halten wir es für wichtig, die Möglichkeit zu erhalten, die Fahrspur für Notfälle oder andere dringende Angelegenheiten zu nutzen.“

Die Nachbildung

„Da die Nutzung städtischer Straßen in der Zuständigkeit der Kommunalverwaltungen liegt“, erklärt die Region, „fördert das Verkehrsministerium die Entwicklung von Verkehrs- und Kreuzungsregelungen, die die Geschwindigkeit und Pünktlichkeit des öffentlichen Straßen- und Schienenverkehrs gewährleisten sollen. Im Fall der Via Roma ist klar, dass die bestehende Busspur dem hohen täglichen Busaufkommen nicht gerecht wird. Aus diesem Grund“, heißt es weiter in der Erklärung, „sieht das genehmigte Stadtbahnprojekt die ausschließliche Nutzung der Infrastruktur durch Straßenbahnen und die Einrichtung von Vorrangschaltungen für den Fahrzeugverkehr vor.“

Il muro scoperto in piazza Matteotti

Die Busse von CTM und ARST werden daher ab morgen Abend die Seitenspuren nutzen. „Das Ministerium prüft jedoch gemeinsam mit ARST die Machbarkeit, die derzeit im Bau befindliche Bahninfrastruktur hinsichtlich ihrer Struktur und Abmessungen für den Busverkehr anzupassen, analog zum Vorgehen an Straßenkreuzungen, wo die Straßenbahnlinie von Fahrzeugen aller Art gekreuzt wird. Dies bedeutet, die Tragwerkskonstruktion der Infrastruktur zu verstärken, ohne zwingend eine gemischte Nutzung einzuplanen, sondern lediglich sicherzustellen, dass die Nutzung – beispielsweise durch Einsatzfahrzeuge – nicht durch bautechnische, sondern durch verkehrstechnische Probleme beeinträchtigt wird. Alle Voraussetzungen für eine effiziente Trennung von Straße und Schiene zum Wohle der Bürger sind gegeben.“

Mauro Madeddu

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