Am Sonntag, den 15. Juni, griff eine Patrouille der Forststation Villaurbana in der Nähe des Staudamms Santa Vittoria im Gebiet Ollastra ein, nachdem der Hausmeister der Einrichtung die Anwesenheit eines jungen Turmfalken bemerkt hatte, der nicht mehr fliegen konnte.

Laut dem Forstkorps wies das Tier zwar keine offensichtlichen Traumata oder Verletzungen auf, befand sich aber in einer prekären Lage und war der realen Gefahr ausgesetzt, von Füchsen und streunenden Hunden erbeutet zu werden.

Nach der Untersuchung des Vogels wurde dieser vom Personal geborgen und in die Tierklinik „Due Mari“ in Oristano gebracht, einer Einrichtung der Region Sardinien für die Pflege und Behandlung von Wildtieren. Dort wird das Tier den notwendigen Gesundheitschecks unterzogen. Sobald es wieder vollständig fliegen kann, wird es in seinen natürlichen Lebensraum zurückgebracht.
Der Turmfalke ist einer der häufigsten tagaktiven Greifvögel Sardiniens. Leicht erkennbar an seinem charakteristischen „Heiligen-Geist-Flug“ (auch „Schweben“ genannt), bei dem er regungslos in der Luft schwebt und schnell mit den Flügeln schlägt, während er nach Beute sucht, spielt er eine wichtige ökologische Rolle bei der natürlichen Regulierung der Populationen von kleinen Nagetieren, Reptilien und großen Insekten und trägt so zum Gleichgewicht landwirtschaftlicher und natürlicher Ökosysteme bei.

(Unioneonline/AD)

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