All das in nur gut einem Monat. Die nächsten Wochen werden entscheidend für das neue Stadion sein, und der August markiert nun offiziell einen Wendepunkt: Alles oder nichts. Mehr noch, alles oder nichts, so Sportrat Giuseppe Macciotta. „Wir schaffen das“, versichert er.
Die UEFA hat den 20. August als Frist für die Veröffentlichung der Ausschreibung für den Bau des neuen Stadions mit 30.000 Plätzen für die Euro 2032 festgelegt. Diese Frist erfordert eine deutliche Beschleunigung der Arbeiten im Palazzo Bacaredda, wo die Mitarbeiter mit Hochdruck an der Fertigstellung der letzten administrativen Schritte arbeiten.
„Wir haben bereits die neue, endgültige Fassung des PEF erhalten, die unsere zusätzlichen Empfehlungen enthält. Eine gemeinsame Überprüfung des von der Verwaltung erstellten neuen Vertragstextes ist im Gange und wird derzeit von Cagliari Calcio geprüft“, erklärt Macciotta.
UEFA-Plan
Derzeit konzentrieren sich die Büros vor allem auf die Aktualisierung des Wirtschafts- und Finanzplans (PEF), eines Schlüsseldokuments zur Überprüfung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Projekts (mit Gesamtkosten von 218 Millionen Euro). Auch der Vertragsentwurf, ein weiteres wichtiges Dokument, das die Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten der Parteien regelt, wird derzeit erarbeitet. Am vergangenen Donnerstag berief der italienische Fußballverband FIGC eine Konferenz mit Vertretern der Stadtverwaltung und des FC Cagliari ein. „Bei diesem Treffen wurde bestätigt, dass Cagliaris Bewerbung um die Ausrichtung der Europameisterschaft 2032 zusammen mit den entsprechenden Unterlagen bis zum 31. Juli eingereicht werden muss“, erklärt Stadträtin Macciotta.
Er fügte hinzu: „Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Frist einhalten werden, und wir schließen derzeit die Gespräche mit den zuständigen Behörden und dem antragstellenden Unternehmen ab, die zur Erteilung der erforderlichen technischen und buchhalterischen Konformitätsbescheinigungen führen werden.“
Die Schecks
Es handelt sich hierbei um besonders komplexe Dokumente, weshalb Aktualisierungen eine gründliche technische, wirtschaftliche und rechtliche Prüfung erfordern. „Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, werden die zuständigen Ratsausschüsse ihre Prüfung fortsetzen, die mit der Projektanalyse begann, und ihnen in Kürze die endgültigen Fassungen des Wirtschafts- und Finanzplanungsdokuments sowie der Vereinbarung vorlegen. Dann kann im Rat über den Beschluss zum öffentlichen Interesse und zu den Baurechten abgestimmt werden, der ein wesentlicher Bestandteil des Antrags ist“, betont der Ratsherr.
Im Rahmen des Treffens mit dem italienischen Fußballverband FIGC wurde außerdem festgelegt, dass der Verband die teilnahmeberechtigten Städte bis zum 15. September auswählen wird und diese Entscheidung anschließend bis zum 1. Oktober von der UEFA bestätigt werden muss. Die UEFA hält die Veröffentlichung der Ausschreibung bis zum 20. August jedoch für unerlässlich, um Cagliari die Chance auf die EM 2032 zu erhalten. „Auch diese Frist werden wir einhalten“, versicherte Stadtrat Macciotta.

Letztlich verlängert der neue Zeitplan den ursprünglich geplanten Zeitraum, doch „die Verschiebung entspricht den von der UEFA vorgegebenen Fristen und vor allem einer noch sorgfältigeren und strengeren Prüfung der Finanz- und Vertragsdokumente, um das öffentliche Interesse zu wahren“, fügt Macciotta hinzu. Vielleicht ist diesmal der richtige Zeitpunkt.

Mauro Madeddu

© Riproduzione riservata